Windpocken in der Schwangerschaft kommen recht selten vor. Frauen, die schon
einmal an Windpocken erkrankt waren, sind auch während der Schwangerschaft
gegen Windpocken geschützt. Da Windpocken hochansteckend sind, geht man in
unseren Breiten davon aus, dass etwa 90 bis 95 Prozent aller Erwachsenen in
ihrer Kindheit an Windpocken erkrankt waren und nun gegen Windpocken immun sind.
Nach einer Windpockeninfektion und ab etwa drei Monate nach einer
Windpockenimpfung ist man in der Regel immun gegen diese Viren und erkrankt
nicht noch einmal dran.
Eine Windpockeninfektion während der Schwangerschaft kann in seltenen
Fällen (etwa drei Prozent) zu Schäden beim ungeborenen Kind oder gar zu einer
Fehl- oder Totgeburt führen.
Je früher in der Schwangerschaft die Windpocken auftreten, um so höher ist
das Risiko fürs Kind. In der frühen Schwangerschaft können Windpocken zu
Zellschäden und selten auch zu schweren Organschäden des Ungeborenen führen.
Aber auch eine Windpockeninfektion gegen Ende der Schwangerschaft ist nicht
ungefährlich. Steckt sich die Mutter einige Tage vor oder nach der Geburt an
Windpocken an, so besteht das Risiko, dass sich das Neugeborene ebenfalls ansteckt. Bei
etwa acht Prozent der Neugeborenen, die sich anstecken, ist mit einem schweren
Verlauf der Erkrankung zu rechnen, bei einigen Kindern kann die Erkrankung
tödlich verlaufen.
Falls Sie nicht wissen, ob Sie schon einmal an Windpocken erkrankt waren und
eine Ansteckung befürchten, sollten Sie Ihren Arzt bitten, dies mit Hilfe einer
Blutuntersuchung festzustellen. Bei einer Ansteckung kann Ihnen der Arzt gegebenenfalls
Immunglobulin verabreichen, das gegen Windpocken gerichtete Antikörper enthält.
Tipps
- Falls Sie nicht gegen Windpocken immun sind, versuchen Sie eine Ansteckung
zu vermeiden.