Röteln & Schwangerschaft
Röteln (Rubeolen) ist normalerweise eine harmlose Infektion, für Schwangere
allerdings kann eine Rötelninfektion besonders in den ersten
Schwangerschaftsmonaten für das Ungeborene gefährlich sein.
Röteln ist eine Viruserkrankung, die durch Tröpfcheninfektion übertragen
wird und sich durch leichtes Fieber und einem kleinfleckigen Ausschlag bemerkbar
machen kann. Manchmal verläuft die Erkrankung auch unbemerkt.
Ein sicherer Schutz vor einer Rötelninfektion in der Schwangerschaft bietet
eine durchgemachte Rötelninfektion oder ein Impfung. Anhand einer
Blutuntersuchung wird bei der ersten Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung der
so genannte Rötelntiter ermittelt, der anzeigt, ob ausreichend Antikörper
gegen die Viren im Blut vorhanden sind. Ein Titer von 1:32 schützt vor
Ansteckung, eine Frau mit einem Titer von 1:16 oder darunter gilt als nicht
sicher oder gar nicht geschützt.
Röteln gefährlich für das Ungeborene
Erkrankt eine Frau in der Schwangerschaft an Röteln, kann es zu einer Fehl-
oder Frühgeburt kommen. Die Ansteckung kann zu kindlichen Fehlbildungen an
Augen, Ohren, Hirn oder Herzen führen. Je später die Infektion in der
Schwangerschaft auftritt, um so weniger schlimm sind die Folgen für das
Ungeborene.
Nach Ansteckung schnell reagieren
Falls Sie während der Schwangerschaft an Röteln erkranken, ist schnelle Hilfe
angesagt. Der Arzt kann Ihnen möglichst schnell besondere Antikörperpräparate
geben, mit deren Hilfe häufig die schlimmsten Folgen vermieden werden können.
Tipps
- Überprüfen Sie Ihren Rötelntiter, bevor Sie schwanger werden.
- Wenn Sie wissen, dass Sie nicht gegen Röteln immun sind und schwanger
werden wollen, lassen Sie sich frühzeitig impfen.
- Nach einer Rötelnimpfung sollten Sie mindestens 28 Tage lang nicht
schwanger werden.
- Falls Sie nicht gegen Röteln immun und schwanger sind, sollten Sie
mögliche Ansteckungsherde wie z.B. Kindergärten vermeiden.
- Falls Sie nicht immun und schwanger sind, und wenn Sie glauben, sich an
Röteln angesteckt zu haben, gehen Sie sofort zum Arzt und besprechen das
weitere Vorgehen mit ihm.
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