Der bekannte Slogan
findet nicht den ungeteilten Beifall der Reisemediziner. Flugreisen
sind zwar insgesamt bequem und risikoarm. Die Schnelligkeit, mit
der man Zeitzonen überwindet, ohne sich allmählich anpassen
zu können, birgt aber auch Gefahren. Die "innere Uhr"
gerät durcheinander. Der Biorhythmus wird gestört (Jet
Lag). Hinzu kommen Bedingungen im Flugzeug, die oftmals unterschätzt
werden. Der Sauerstoffdruck ist deutlich erniedrigt und entspricht
einem Hochgebirgsaufenthalt.
Die Luftfeuchtigkeit ist während eines
stundenlangen Fluges herabgesetzt und kann Haut und Atemwege reizen.
Ein besonderes Problem ist die noch immer zu beklagende Enge in
den Kabinen und die Unbeweglichkeit, zu der man verurteilt ist.
Verbunden mit der ungesunden Sitzhaltung kommt es durchaus nicht
selten zu Blutgerinnseln in den Beinen (Thrombosen),
was sogar als sog. "economicclass-Syndrom" bezeichnet
wird und schon zu Schadensersatzklagen gegen Fluggesellschaften
führte. Ohrenschmerzen
sind keine Seltenheit, wenn der niedrigere Druck im Flugzeug als
Folge einer Erkältung gleichsam die Ohren verstopft oder
in alten Kleinflugzeugen bei lokalen Flügen der Geräuschpegel
doch fast die Schmerzgrenze erreicht.
Zum anderen: Die früher so gefürchteten Kinetosen, also
die "Reiseübelkeit",
spielen in den modernen Maschinen kaum noch eine Rolle, so dass
die berühmten Tüten meist unbenutzt bleiben. Dafür
nehmen die Fälle von krankhafter Flugangst deutlich zu, vor
allem nach den Anschlägen vom September 2001. Fliegen ist
die schnellstmögliche und durchaus bequeme Reisemöglichkeit
vor allem für Fernreisen. Man sollte aber den bekannten Risiken
vorbeugend begegnen - wozu im Folgenden einige Hinweise gege-ben
werden.
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