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Sodbrennen

Sodbrennen nicht auf die leichte Schulter nehmen!
Gerade im Urlaub wird dem Magen häufig viel zugemutet. Das reichhaltige Angebot vieler Hotels an neuartigen Speisen, exotischen Gewürzen und Getränken verleitet geradezu, alles auf einmal probieren zu wollen. Die Folge davon: wir essen zu viel, zu fett und oftmals auch zu spät.
Der Genuss von scharfen Gewürzen, Fett, Süßspeisen und auch Alkohol regt die Säureproduktion im Magen an und so kann vor allem bei überfülltem Magen der stark saure Speisbrei in die Speiseröhre aufsteigen.
Dadurch wird die Speiseröhre verätzt, was als brennender Schmerz wahrgenommen wird. Häufiges Sodbrennen ist mehr als nur eine Befindlichkeitsstörung, da sich die Speiseröhre durch die Säureverletzung entzünden kann. Sogar die Entstehung von Asthma oder Kehlkopfentzündung kann so begünstigt werden.



Vorbeugende Maßnahmen:
  • Anstelle weniger reichhaltiger Mahlzeiten sollte das Essen auf mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt werden. Damit kann eine Überfüllung des Magens vermieden werden.
  • Nach dem Essen eine aufrechte Körperhaltung einnehmen. Lageveränderungen wie Bücken oder sich hinlegen begünstigen den Rückfluss des sauren Speisebreis. Daher sollte die letzte Mahlzeit nicht später als etwa 3 Stunden vor dem Schlafengehen eingenommen werden.
  • Bequeme, nicht einengende Kleidung tragen, da eine Druckerhöhung im Bauchraum den Aufstieg des Speisbreis fördert.
  • Scharfe Gewürze, stark gesüßte Speisen, Fett, Alkohol und Nikotin meiden.
  • Mit hochgelagertem Oberkörper schlafen. Dies erreicht man am besten, indem man das Oberteil des Bettes, z.B. durch Unterlegen von Klötzen unter die Bettfüße, um ca. 15 cm erhöht.

Wann ist ärztlich Hilfe nötig?
Bei Sodbrennen, das über einen längeren Zeitraum immer wieder kehrt oder trotz Behandlung länger als 2 Wochen bestehen bleibt, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Durch die Untersuchung kann dann festgestellt werden, ob Schäden an der Speiseröhre aufgetreten sind oder ob das Sodbrennen im Rahmen anderer Erkrankungen, z.B. Reizdarmsyndrom (s. Blähungen), Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür oder Magenschleimhautentzündung auftritt. Starke anhaltende Schmerzen oder gleichzeitig auftretende Übelkeit und Erbrechen bedürfen ebenfalls einer ärztlichen Behandlung.

Medikamentöse Behandlung:
Schnelle Hilfe bringt die Einnahme von sog. Antacida, das sind Aluminium-, Calcium- und/oder Magnesiumverbindungen, die die Magensäure neutralisieren. Sie können bei Bedarf eingenommen werden und sollten als Tablette gelutscht werden. Antacida wirken nur kurze Zeit. Daher kann es vor allem bei nächtlichem Sodbrennen sinnvoll sein, H2-Antihistaminika, wie z.B. Ranitidin, einzunehmen. Diese wirken bis zu 12 Stunden, allerdings setzt die Wirkung erst etwa 30 Minuten nach der Einnahme ein. Bei Sodbrennen während einer unkomplizierten Schwangerschaft können Antacida kurzfristig! eingesetzt werden.

Wichtige Hinweise!
Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker bei der Auswahl und Anwendung der Medikamente beraten und beachten Sie die Gebrauchsinformation!
Bei Kindern oder während der Stillzeit Medikamente nicht ohne ärztlichen Rat anwenden!