ANZEIGEN
Download/Merkblatt
WWW Links
Seitenübersicht
Disclaimer
Impressum
   

Schmerzen (allgemein)

Warnsignal Schmerz
Ein plötzlich auftretender Schmerz ist immer ein Warnsignal, das eine Störung im Organismus anzeigt. Ein plötzlich nach einer Verletzung auftretender Schmerz beispielsweise soll vor einer weiteren Ausdehnung der Verletzung schützen. Hierbei ist die Schmerzursache eindeutig und man wird eine richtige Maßnahme ergreifen.
Es sind aber auch Schmerzen auf innere Reize, wie z.B. eine Entzündung oder Gewebeschädigung, möglich. Dann die genaue Ursache herauszufinden und die richtige Behandlung einzuleiten, kann oft schwierig werden. Anders verhält es sich bei chronischen Schmerzen. Diese haben ihre Warnfunktion verloren und sich sozusagen verselbstständigt.
Die Behandlung chronischer Schmerzen gehört immer in die Hände von in der Schmerztherapie erfahrenen Ärzten. Wichtig: Nur wenn die Ursache der Schmerzen bekannt ist, können Schmerzen erfolgreich behandelt werden. Zahnschmerzen, z.B. aufgrund einer Wurzelvereiterung sprechen zwar kurzzeitig auf entzündungshemmende Schmerzmittel an, endgültige Hilfe kann aber nur der Zahnarztbesuch bringen. Magenschmerzen, z.B. aufgrund einer Magenschleimhautentzündung können sich sogar durch die Einnahme von Schmerzmitteln verschlechtern, hier sind andere Maßnahmen erforderlich.



Wann ist ärztliche Hilfe nötig?
Eine genaue Abklärung der Schmerzursache durch den Arzt ist erforderlich bei:
  • Plötzlich auftretenden, starken Schmerzen, die bisher so noch nicht erfahren wurden
  • Unklare Bauch- oder Brustschmerzen
  • Schmerzen,die einhergehen mit Nackensteifigkeit,Erbrechen, erhöhtem Blutdruck oder Flimmern vor den Augen
  • Kopfschmerzen nach einer Verletzung, mit einseitiger Augenrötung oder mit erhöhtem Tränenfluss
  • Gesichtsschmerzen
  • Zahnschmerzen
  • Chronische oder immer wieder kehrende Schmerzen

Gelegentliche Schmerzen bekannter Ursache, z.B. nach leichten Verletzungen, Kopfschmerzen nach Wetterumschwung oder durchfeierten Nächten, können mit Schmerzmitteln selbst behandelt werden. Man sollte sich aber bewusst sein, dass hierbei nur ein Symptom kuriert, nicht jedoch die krankmachende Ursache behandelt wird. Eine häufige und unkritische Anwendung von Schmerzmitteln kann sogar zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen!

Wichtige Hinweise bei der Auswahl des richtigen Schmerzmittels:
Für die Selbstmedikation steht eine große Anzahl von Schmerzmitteln zur Verfügung, wobei keines für alle Schmerzarten oder alle Personen passt. Lassen Sie sich bei der Auswahl und Anwendung von Ihrem Apotheker oder Arzt beraten und beachten Sie die Packungsbeilage! Dies gilt insbesondere für Personen mit Begleiterkrankungen, wie z.B. Asthmatiker, Patienten mit Herz- Kreislauferkrankungen, Personen mit Magen- oder Darmgeschwüren, Diabetiker und Patienten, die Medikamente zur Blutverdünnung einnehmen müssen. Schmerzen während Schwangerschaft oder Stillzeit sollten generell nicht ohne Anraten des Arztes mit Schmerzmitteln behandelt werden! Schmerzmittel sollten nicht ohne ärztliche Anordnung über längere Zeit oder in höheren Dosen eingenommen werden!
Ein langdauernde Einnahme kann zu Kopfschmerzen (Analgetika-Kopfschmerz) führen und die Nieren und/oder Leber schädigen.

  1. Schmerz- und entzündungshemmende, fiebersenkende Mittel: Acetylsalicylsäure, Ibuprofen und Weidenrindenextrakte
    Durch die entzündungshemmende Wirkung sind sie auch gut bei rheumatischen Schmerzen, Zahnschmerzen und Schmerzen nach stumpfen Verletzungen, wie z.B. Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen, einsetzbar. Mit Ibuprofen als Wirkstoff sind auch Arzneimittel zur äußerlichen Anwendung im Handel. Acetylsalicylsäurehaltige Präparate und Präparate aus Weidenrinde sollten nicht ohne Anraten des Arztes bei Kindern und Jugendlichen angewendet werden! Ibuprofen dagegen gibt es in einer Zubereitung, die eine Anwendung bei Säuglingen ab 6 Monaten erlaubt.
  2. schmerzhemmende und fiebersenkende Mittel: Paracetamol, Phenazon und Propyphenazon: Diesen Schmerzmitteln fehlt die entzündungshemmende Komponente, dafür wirken sie aber weniger reizend auf den Magen- und Darmtrakt als die Schmerzmittel der 1. Gruppe. Paracetamol ist das Fieber- und Schmerzmittel im Kindesalter schlechthin, es ist in den passenden Dosierungen für jedes Alter erhältlich. Die korrekte Dosierung ist in jedem Fall einzuhalten, da Paracetamol sonst schwere Leberstörungen verursachen kann.
  3. Kombinationen: Einige Fertigarzneimittel enthalten Kombinationen der Schmerzmittel, z.T. mit Coffein. Der Wert dieser Kombinationen wird sehr kontrovers beurteilt und es ist sinnvoll, sich hier individuell beraten zu lassen.