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Schlafstörungen

Schlafstörungen: schlaflos in fremden Betten
Man hat lange vom wohl verdientem Urlaub geträumt, doch dann findet man gerade während der ersten Urlaubstage keinen Schlaf oder wacht mitten in der Nacht auf, um erst morgens wieder einzuschlafen. Kein Wunder, denn möglicherweise wurden mehrere Zeitzonen überflogen (s. Jet-Lag), nachts stören ungewohnte Geräusche oder der Klimawechsel macht einfach zu schaffen. Sich auf diese Veränderungen einzustellen erfordert Zeit und Geduld, der Griff zur Schlaftablette sollte nur in Ausnahmefällen erfolgen.



Vorbeugende Maßnahmen
  • Überfordern Sie sich nicht gleich zu Urlaubsbeginn mit anstrengenden Aktivitäten, lassen Sie ihrem Körper Zeit, sich auf die fremde Umgebung einzustellen
  • Halten Sie sich tagsüber viel im Freien und in der frischen Luft auf und vermeiden Sie, die Nacht zum Tag zu machen
  • Während der Nacht sollte Ihr Zimmer abgedunkelt und kühl sein. Kühlen Sie Ihren Schlafraum ev. mit der Klimaanlage vor und stellen Sie sie nachts ab, wenn das Geräusch stört
  • Lassen Sie Ihren Tag ruhig ausklingen, ev. mit einem kleinen Spaziergang, damit Ihr Körper zur Ruhe kommen kann
  • Ein Glas Wein oder Bier kann die Einschlafbereitschaft fördern, ein zu viel davon beeinträchtigt allerdings die Schlafqualität erheblich
  • Verzichten Sie nachmittags und abends auf Coffein haltige Getränke
  • Weder mit vollem Magen noch hungrig zu Bett gehen
  • Kinder verkraften eine Zeitverschiebung oft schlechter als Erwachsene und benötigen daher besondere Rücksichtsnahme

Medikamentöse Maßnahmen
Schlafmittel auf pflanzlicher Basis, z.B. Präparate aus Baldrianwurzel, Hopfen, Melisse, wirken beruhigend und können die Einschlafbereitschaft fördern. Sie beeinträchtigen die Schlafqualität nicht und führen in der Regel nicht zu nachfolgender Tagesmüdigkeit. Schlafmittel, die die Anthistaminika Doxylamin oder Diphenhydramin enthalten, erzwingen den Schlaf und beeinträchtigen die Schlafqualität. Daher kann es, vor allem wenn die Medikamente zu spät am Abend eingenommen werden, zu nachfolgender Tagesmüdigkeit mit eingeschränkter R eaktionsfähigkeit kommen. Dies gilt in verstärktem Maß, wenn zusätzlich Alkohol konsumiert wird. Die Anwendung sollte daher nur in Ausnahmefällen erfolgen, sie sollten auch die Möglichkeit haben, sich vollkommen ausschlafen zu können.

Wichtige Hinweise:
Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker bei der Auswahl und Anwendung des Medikaments beraten und beachten Sie die Gebrauchsinformation!

Nicht während Schwangerschaft und Stillzeit anwenden!

Nicht bei Kindern anwenden!

Antihistaminika dürfen bei verschiedenen Erkrankungen (z.B. Glaukom, Asthma, Magen- oder Darmgeschwüre usw.) nicht eingenommen werden oder vertragen sich nicht mit anderen Medikamenten. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arzt oder Apotheker ob diese Medikamente für sie geeignet wären, wenn sie andere Krankheiten haben oder Medikamente nehmen!

Antihistaminika machen schläfrig und können die Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit herabsetzten. Dadurch kann die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden.

Während der Behandlung sollte auf Alkohol verzichtet werden, da die Wirkung in nicht vorhersehbarer Weise verändert oder verstärkt werden kann.