Gerade im Urlaub wird sportliche Aktivität wieder groß geschrieben. Unumstritten
werden dadurch körperliches und seelisches Wohlbefinden gefördert und bei
Mannschaftsspielen können auch neue Kontakte geknüpft werden. Schade, wenn dann
dem durch eine Verletzung ein jähes Ende bereitet wird. Gerade Ungeübte neigen
dazu, sich zu viel zu zumuten und überlasten ihre Gelenke, Muskeln und Bänder.
Vorbeugende Maßnahmen
- Aufwärmen und Dehnübungen vor dem Sport erwärmen
und lockern die Muskulatur und helfen Zerrungen und Muskelrisse
zu vermeiden. Dazu genügt es, etwa 10 Minuten locker auf
der Stelle zu laufen und dann durch Streching-Übungen die
Muskelpartien gezielt zu dehnen.
- Geeignete Schuhe
und Kleidung tragen, bei starker Sonneneinstrahlung auch
eine Kopfbedeckung (s.Sonnenstich).
Blasen an den Füßen sind meist Folge von schlecht
passenden Socken oder Schuhen. Spezielle Blasenpflaster verringern
den Druck und die Reibung und lindern den Schmerz.
- Bei Sportarten mit erhöhter Sturzgefahr wie z.B. Inline-Skating
oder Mountain-Biking entsprechende Schutzkleidung tragen.
- Eine Überlastung oder gleichförmige Belastung der
Gelenke vermeiden. Knie z.B. nie ganz durchgestreckt halten.
- Die sportliche Tätigkeit nicht abrupt beenden, sondern
langsam verringern bis das Herz wieder mit normaler Geschwindigkeit
schlägt. Anschließende Dehnübungen beugen einem
Muskelkater vor.
- Bei Unwohlsein oder Schmerzen
eine Pause einlegen, das gilt auch bei Seitenstechen!
- Muskelkater ist Zeichen einer Überlastung. Die sportliche
Aktivität sollte entsprechend zurückgeschraubt werden.
Trotz aller Vorsicht kann es dennoch zu Prellungen, Verstauchungen, Zerrungen
kommen. Um rasch wieder auf die Beine zu kommen ist das richtige Verhalten nach
einer Verletzung entscheidend.
Pech gehabt? Das P.E.C.H. Schema hilft!
Die Abkürzung PECH steht für:
- P wie Pause: sportliche Betätigung
sofort unterbrechen
- E wie Eis: durch Kälteanwendung
lässt sich das Ausmaß einer Schwellung und Blutergüsse
in der betroffenen Region verringern. Dazu gibt man Leitungswasser
in eine Wanne und kühlt es durch Zugabe von Eiswürfeln
ab. Die richtige Temperatur (etwa 1°) ist erreicht, wenn
die Eiswürfel gerade geschmolzen sind. Eine ausreichend
breite elastische
Binde und einen Schwamm mit dem kalten Wasser tränken.
- C wie Compression: der Schwamm
wird auf die verletzte Stelle gelegt und die Binde großflächig
mit leichtem Druck angelegt. Nach etwa 20 Minuten Verband
abnehmen, nach 5 Minuten Pause frisch gekühlt wieder anlegen.
Diesen Vorgang so oft wiederholen, bis die verletzte Stelle
nicht mehr heiß ist.
- H wie Hochlagerung: während
der Kühlung betroffenen Körperteil hoch lagern
Anschließend kann ein entzündungshemmendes
Sportgel oder -salbe aufgetragen werden. Geeignete Wirkstoffe sind
Diclofenac, Ibuprofen, Cholinstearat oder Dimethylsulfoxid. Es gibt
aber auch wirksame pflanzliche oder homöopatische Mittel aus
Arnika oder Beinwell. Mit Heparinsalben können Blutergüsse
schneller zum Verschwinden gebracht werden. Enzympräparate
sollen die Verletzungsfolgen schneller abklingen lassen. Gegen starke
Schmerzen helfen Schmerzmittel.
Wichtig ist die anschließende Schonung des verletzten Bereichs,
bei verletzten Gelenken kann das Ruhigstellen mit einer elastischen
Binde hilfreich sein. Sie darf aber nicht zu fest gewickelt werden,
damit die Blutzufuhr nicht eingeschränkt wird. Nach spätestens
2 Tagen sollten die Beschwerden so weit abgeklungen sein, dass das
betroffene Körperteil wieder vorsichtig belastet werden kann.
Wann ist ärztliche Hilfe nötig?
- Bei Kopfverletzungen oder Verdacht auf Verletzung der Wirbelsäule.
- Bei unnormal gehaltenen oder verdrehten Gliedern kann eine
Ausrenkung (Luxation) oder ein Knochenbruch vorliegen. Das gleiche
gilt, wenn der Körperteil nicht oder nur unter starken
Schmerzen
bewegt oder belastet werden kann. Bei einem offenen Bruch keine
Eisanwendung! Bei einem Verdacht auf einen Knochenbruch sollte
der Körperteil in einer möglichst schmerzarmen Position
fixiert werden und ein Arzt aufgesucht werden.
- Wenn die Beschwerden trotz Behandlung nicht abklingen.
Wichtige Hinweise:
Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker
bei der Auswahl und Anwendung der Medikamente und Verbandmittel
beraten und beachten Sie die Gebrauchsinformation!
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