Stiche von Insekten
oder Spinnentieren können nicht nur momentan quälend sein,
sondern auch zu ernsthaften Erkrankungen führen. Malaria,
Gelbfieber
und Dengue-Fieber
z.B. werden von Moskitos, Frühsommerzeckenmeningoencephalitis
und Lyme Borreliose
von Zecken übertragen, aber auch bestimmte Fliegen, Läuse,
Wanzen, Flöhe und Milben können sehr unangenehme Krankheitserreger
beherbergen. Für einen Allergiker
kann schon ein Wespenstich zur Gefahr werden.
Sie sollten sich daher vor Antritt der Reise umfassend über
die möglich auftretenden Gefahren in Ihrem Reiseland informieren.
Hilfe gegen die Plagegeister
Moskitos:
Moskitos stechen vorzugsweise während
der Dämmerung oder nachts, es gibt aber auch Mücken,
wie z.B. die Aedes Mücke (Überträger des Dengue
Fiebers), die tagsüber aktiv sind.
- Wählen Sie eine solide gebaute Unterkunft mit Mücken-schutzgitter
oder Klimaanlage bzw. schlafen Sie unter Moskitonetzen.
Die Netze können mit Permetrinhaltigen Sprays imprägniert
werden. Achten Sie darauf, dass Sie nicht dicht am Netz schlafen,
da Moskitos leicht durch das Netz stechen können.
- Tragen sie möglichst helle, dicht gewebte Kleidung
und schützen Sie die unbedeckte Haut mit insektenabwehrenden
Mitteln, wie DEET, Bayrepel oder Präparate mit Citronellöl.
- Sog. Räucherspiralen, die abgebrannt werden oder Permetrinhaltige
Blättchen, die elektrisch verdampft werden können
die lästigen Insekten ebenfalls vertreiben.
Wespen, Bienen, Hornissen:
- Vermeiden Sie alles, was diese Insekten anlocken könnte,
z.B. bunt gefärbte Kleidung oder Parfüm.
- Laufen Sie nicht barfuß.
- Speisen und Getränke abdecken, vor dem Essen oder Trinken
kontrollieren ob sich nicht ein Tier darauf niedergelassen hat.
Behandlung von Insektenstichen
- Falls vorhanden, Stachel mit einer Pinzette entfernen, dabei
darauf achten, dass die Giftblase intakt bleibt
- Zecken am besten mit einer Zeckenzange entfernen
- Betroffenen Hautstelle reinigen und ggf. desinfizieren
(s. Wunden, offene)
- Kühlkompresse für 10 bis 20 Min. auflegen oder kühlende
Umschläge machen, um die Schwellung zu mildern
- Gegen quälenden Juckreiz hilft ein kühlendes Gel
oder Lotio mit Gerbstoff, in schweren Fällen kann eine
leichte cortisonhaltige Creme (s.
Sonnenbrand) oder die Einnahme von Antihistaminika angebracht
sein (s.
Heuschnupfen).
Wann ist ärztliche Hilfe nötig?
Sofortige ärztliche Hilfe ist nötig
bei:
- Einem Wespen-, Bienen- oder Hornissenstich in der Mundhöhle,
da die entstehende Schwellung zu einer Behinderung der Atmung
führen kann
- Auftretende Schluckbeschwerden, Schwierigkeiten beim Luftholen,
Blutdruckabfall oder Hautausschlag können eine allergische
Reaktion auf das Insektengift anzeigen
Ein Arzt sollte auch aufgesucht werden,
wenn es Anzeichen einer Infektion ergeben, z.B. Fieber,
Ausbreitung der Hautrötung oder Eiterbildung.
Wichtige Hinweise:
Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker
bei der Auswahl und Anwendung der Medikamente beraten und beachten
Sie die Gebrauchsinformation!
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