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Fußpilz

Fußpilz - Frühzeitig handeln!
Pilzerkrankungen der Haut, Haare oder Nägel gehören zu den mit am häufigsten auftretenden Hauterkrankungen. Verursacht werden sie meist durch Dermatophyten, die sich in feucht-warmer Umgebung recht wohl fühlen. Oft fängt man sich diese Pilze durch Barfußlaufen auf nassen Böden in der Umgebung von Swimmingpools, Umkleideräumen oder Gemeinschaftsduschen ein. Da ca. 25% der Bevölkerung an Fußpilz leidet, ist die Ansteckungsgefahr in solchen Umgebungen groß. Wird die Erkrankung nicht lange genug behandelt, so sind Rückfälle häufig.



Wie erkennt man einen Fußpilz?
Häufig erkennt man eine Pilzkrankheit an den Symptomen:
  • Juckreiz und/oder Brennen
  • Schuppende Haut meist zwischen den Zehen
  • Hautrötung und/oder Hautrisse (Schrunden)
  • Manchmal auch Bläschenbildung

Allerdings können andere Krankheiten, z.B. bakterielle Infektionen, Allergien, Schuppenflechte usw. ein ähnliches Krankheitsbild ergeben, so dass, wenn möglich, die Diagnose durch eine ärztliche Untersuchung bestätigt werden sollte.

Vorbeugende Maßnahmen
  • Nach dem Duschen oder Baden die Zehenzwischenräume und andere Hautbereiche, in denen feuchte Kammern entstehen können, gut abtrocknen und trocken halten! Dermatophyten wachsen bevorzugt in feuchtwarmer Umgebung, wenn die Haut durchweicht ist.
  • Hautpflegeprodukte den klimatisch Verhältnissen anpassen! In feucht-heißem (tropischem) Klima benötigt die Haut weniger fett- und feuchtigkeitshaltige Produkte als in trockenem Klima.
  • In Nassbereichen Badeschuhe tragen!
  • Wenn möglich, Schuhwerk, das einen guten Luftaustausch ermöglicht wie z.B. Sandalen tragen. Wenn festes Schuhwerk (z.B. beim Trecking) getragen werden muss, so sollten die Schuhe bequem passen und den Zehen ausreichend Bewegungsmöglichkeit bieten. Socken sollten aus Naturfaser (Baumwolle, Wolle) sein, da diese Materialien Feuchtigkeit aufnehmen können, und häufig gewechselt werden.
  • Diabetiker, Personen mit krankheits- oder medikamentös bedingter Abwehrschwäche, Personen mit Durchblutungsstörungen der Beine sind anfälliger für Pilzerkrankungen und erleiden häufiger Komplikationen. Dieser Personenkreis sollte daher die Füße besonders sorgfältig behandeln und sie regelmäßig auf Verletzungen und Hautveränderungen untersuchen.

Medikamentöse Maßnahmen:
Wichtig ist vor allem ein frühzeitiger Behandlungsbeginn, da sich ein Fußpilz auf andere Hautareale oder Nägel ausbreiten kann. Eine ausgedehnte Pilzerkrankung ist ungleich schwieriger und langwieriger zu behandeln als im Anfangsstadium. Sind Nägel oder Haare betroffen, muss die Behandlung durch einen Arzt erfolgen.
Als Medikamente eignen sich sog. Breitspektrumantimykotika wie Clotrimazol, Bifonazol oder Terbinafin, die als Creme, Lösung, Puder oder Spray erhältlich sind und äußerlich aufgetragen werden. Bifonazol hat den Vorteil, das es nur einmal täglich angewendet werden muss. Zur kompletten Heilung ist eine ausreichende Behandlungsdauer erforderlich, d.h. die Behandlung sollte noch etwa zwei Wochen nach Abklingen der Beschwerden fortgeführt werden, um Rückfälle zu vermeiden.
Socken sollten möglichst heiß oder mit Chlorbleiche gewaschen werden, Schuhe kann man mit einem Desinfektionsspray aussprühen, anschließend müssen sie allerdings ausreichend gelüftet werden.

Wichtige Hinweise:
Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker bei der Auswahl und Anwendung des Medikaments beraten und beachten Sie die Gebrauchsinformation!

Diabetiker, Personen mit krankheits- oder medikamentös bedingter Abwehrschwäche oder Personen mit Durchblutungsstörungen der Beine müssen eine Pilzerkrankung ernst nehmen und sollten sich in ärztliche Behandlung begeben!