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Tuberkulose - Definition
Die Tuberkulose (früher auch Schwindsucht genannt) ist eine weltweit verbreitete meldepflichtige Infektionskrankheit des Menschen und der Wirbeltiere. Sie wird durch den Erreger Mycobacterium tuberculosis hervorgerufen und durch Tröpfcheninfektion übertragen.
Die Tuberkulose verläuft meist in Form einer schleichenden Entzündung, wobei sich knötchenförmige Gewebeveränderungen (Tuberkel) bilden. Da alle Organe befallen werden können, ist das Erscheinungsbild entsprechend vielgestaltig. Am häufigsten ist die Lungentuberkulose, bei der man zwischen der offenen (mit Aushusten von Tuberkelbazillen; Ansteckungsgefahr) und der geschlossenen Tuberkulose unterscheidet. Daneben können sich auch andere Organtuberkulosen entwickeln, wie Nieren-, Knochen-, Augen- und Hirntuberkulosen.
Frühzeitige Erkennung der Tuberkulose ist in allen Fällen für die Heilungsaussichten sehr wichtig (Beratungsstellen, Röntgenuntersuchung). Die Behandlung erfolgt mit Chemotherapeutika (Tuberkulostatika), die in Mehrfachkombination über einen längeren Zeitraum gegeben werden (mindestens 6 Monate). Es existiert eine Schutzimpfung gegen Tuberkulose, die die Bildung spezieller Abwehrzellen bewirkt. Einer Infektion mit Tuberkulosebakterien ist damit nicht vorzubeugen, aber das Erkrankungsrisiko sinkt.