ANZEIGEN
 
 
 
Schuppenflechte (Psoriasis) - Definition
Die Psoriasis (gr. Psora = jucken, kratzen) ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die in verschiedenen Formen und Schweregraden auftreten kann. Das Krankheitsbild beruht auf einer erhöhten Zellproliferation der Epidermis mit vermehrter Verhornung (Parakeratose). Durch den erhöhten Nachschub an Zellen kommt es zu der charakteristischen massiven Schuppung der Haut. Zusätzlich laufen in der Haut entzündliche Reaktionen ab, die zu einer Rötung der Haut unter den Psoriasis-Herden (Psoriasis-Plaques) führen. Eine Miterkrankung der Nägel sowie der Gelenke ist möglich. Die Psoriasis ist eine erbliche Erkrankung, die durch verschiedene Faktoren (z.B. Verletzungen, chronische Hautschädigung, Infektionskrankheiten, Medikamente, Stress) ausgelöst werden kann. Sie wird polygen (autosomal dominant) vererbt, muß nicht ausbrechen und Generationen können bei der Vererbung übersprungen werden. Etwa 1-3 % der Bevölkerung sind von der Psoriasis betroffen. Die Krankheit beginnt meist im 2.-3. Lebensjahrzehnt und verläuft chronisch, meist in Schüben. Die bestehenden Hautveränder-ungen können therapiert werden, die Neigung zur Psoriasis dagegen nicht. Zu Beginn der medikamentösen Behandlung werden die Schuppenauflagerungen mit Salizylsäurepräparaten beseitigt. Die weitere lokale Therapie erfolgt mit dithranolhaltigen Salben, Teerpräparaten, Glukokortikoiden oder einem Vitamin-D-Abkömmling. Zusätzlich erfolgt oft eine Bestrahlung mit UV-Licht (v.a. mit UV-A-Strahlen), auch kombiniert mit Psoralen, einem lichtsensibilisierenden Medikament. Günstig auf die Psoriasis wirken sich Baden in Salzwasser und Sonnenbestrahlung aus. Aufenthalte am Toten Meer, an der Nord- oder Ostsee oder auch im Hochgebirge sind deshalb empfehlenswert. Die Psoriasis ist nicht ansteckend!