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| Mundgeruch (Halitosis, Foetor ex ore) - Definition |
| Mundgeruch entsteht im allgemeinen durch flüchtige
Schwefelverbindungen (z.B. Methylmercaptane und Hydrogensulfide).
Mundgeruch hat eine Reihe unterschiedlichster Ursachen, die man
in lokale (d.h. auf den Mund-Rachenraum bezogene) und systemische
(d.h. durch Allgemeinerkrankungen hervorgerufen) unterteilen kann.
Lokale Ursachen können zunächst Nahrungsreste oder zu
geringe Speichelproduktion während der Nacht sein, die sich
am Morgen als Mundgeruch manifestieren. In den meisten Fällen
ist Mundgeruch jedoch das Ergebnis bakterieller Tätigkeit in
den Belägen. Somit ist unzureichende Zahnpflege an erster Stelle
als Ursache zu nennen. Auch einige Zahnfleischerkrankungen, insbesondere
die nekrotisierenden Formen, sowie andere Infektionen der Mundhöhle
können zu Mundgeruch führen. Eine weitere Ursache sind
die Erkrankungen des Nasen-Rachenraumes, wie z.B. die Sinusitis,
Tonsillitis, Pharyngitis, Rhinitis, aber auch schwerere Erkrankungen,
wie z.B. das bronchiogene Karzinom. Allgemeine Erkrankungen, die
mit Mundgeruch einhergehen, sind vor allem schlecht eingestellter
Diabetes, schweres Nierenversagen, Leberzirrhose und einige angeborene
Stoffwechselstörungen. Bei der Therapie muß zunächst
abgeklärt werden, inwieweit eine Allgemeinerkrankung vorliegt,
die zum Mundgeruch führt. Falls dies ausgeschlossen werden
kann, sollte zunächst auf gute Mundhygiene Wert gelegt werden.
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