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Durchfall (Diarrhoe) - Definition
Die Diarrhoe ist eine mehr als dreimalige Entleerung (innerhalb 24h) breiiger oder wässriger, meist größerer Mengen Stuhl. Meist geht der Diarrhoe mit krampfartigen Schmerzen einher. Nicht jeder dünne Stuhl ist als Durchfall zu werten. So entleeren z.B. gestillte Säuglinge oft mehrmals täglich einen dünnen, kräftig gelben, nicht riechenden Stuhl. Je nach Dauer des Durchfalls wird die Diarrhoe als akut (katarrhalisch; z.B. bei Gastroenteritis) oder als chronisch bezeichnet. Häufige Auslöser für die Dirrhoe sind Darminfektionen, Entzündungen des Darms, Lebensmittelvergiftungen sowie der Missbrauch von Abführmitteln und Medikamenten. Die auf Infektionen zurückgehenden Durchfallerkrankungen (u.a. Ruhr, Salmonelleninfektion, Cholera) gehören weltweit immer noch zu den häufigsten und gefährlichsten Krankheiten. Epidemisch treten sie v.a. in den Entwicklungsländern auf. Touristen erkranken auch bei kürzeren Reisen häufig an Reisediarrhoe. Meist handelt es sich um Krankheitserreger, die v.a. in verseuchtem Trinkwasser zu finden sind. Sie lassen sich im Labor gut nachweisen, die Ursache lässt sich jedoch oft bereits anhand von Aussehen und Geruch des Stuhls erkennen.