ANZEIGEN
 
 
 
Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) - Definition
Der Diabetes mellitus ist eine chronische Störung des Zucker-stoffwechsels mit zeitweiser oder ständiger Erhöhung des Blutzuckerspiegels. Ursache ist ein Insulinmangel oder ein vermindertes Ansprechen des Körpers auf Insulin, wodurch Traubenzucker (Glukose) aus dem Blut nicht in das Zellinnere aufgenommen werden kann. Die Glukose fehlt in der Zelle als Energielieferant, während sie im Blut in zu hoher Konzentration vorliegt. Übersteigt die Konzentration des Blutzuckers einen Schwellenwert, so wird Glukose mit dem Urin ausgeschieden. Dabei gehen große Mengen an Flüssigkeit und Mineralien verloren, was zu einer Austrocknung des Körpers (Exsikkose) führt. Zusätzlich kommt es durch den Insulinmangel v.a. zu Störungen des Fettstoffwechsels, evtl. mit Bildung von Ketonkörpern und nachfolgender Azidose ("Übersäuerung" des Blutes). Die Zuckerkrankheit betrifft ca. 4 % der Bevölkerung in Deutschland und ist damit eine der häufigsten Stoffwechselerkrankungen. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Diabetikern ist - gerechnet vom Zeitpunkt der Diagnosestellung - um ein Drittel gegenüber Gesunden verkürzt.
Es gibt verschiedene Diabetesformen. Die häufigsten sind der Typ-1-Diabetes und der Typ-2-Diabetes. Typ-1-Diabetes (juveniler D. m.): Diese Form beginnt überwiegend im Kindes- und Jugendalter (ca. 70 % = 20 Jahre). Typ-2-Diabetes: 90 % aller Diabetiker leiden am Typ-2-Diabetes, der vor allem Ältere betrifft und deshalb auch als Alters- oder Erwachsenendiabetes bezeichnet wird.