Pestwurz Pflanze: Petasites hybridus L.
Familie: Korbblütler (Asteraceae = Compositae)
Anwendungen:
Schon seit dem Altertum wurden die ober- und unterirdischen Pflanzenteile medizinisch
verwendet. Innerlich genommen wurde sie eingesetzt zur Behandlung
von krampfartigen Beschwerden der Harnwege und des Magen- Darmkanals,
gegen Spannungskopfschmerzen, Migräne und bei Erkrankungen der Atemwege.
Äußerlich bei Wunden oder Geschwüren.
Da bestimmte Inhaltsstoffe dieser Pflanze (Pyrrolizidinalkaloide)
leberschädigend und möglicherweise krebserzeugend wirken, sollten
nur industriell hergestellte Extrakte aus dem Wurzelstock dieser Pflanze
zur Anwendung kommen. Diese sind nahezu frei von den schädlichen Inhaltsstoffen.
Trotzdem ist die Anwendungsdauer auf vier bis sechs Wochen pro Jahr
zu begrenzen. (s.Hinweise)
Belegt ist heute die Anwendung von Extrakten aus dem Pestwurzwurzelstock
bei krampfartigen Beschwerden der ableitenden Harnwege, es gibt
aber auch Hinweise für eine Wirkung bei Migräne.