Kaffee Pflanze: Coffea arabica L.
Familie: Rötegewächse (Rubiaceae)
Anwendung:
Kaffeekohle:
Kaffeekohle enthält weniger Coffein jedoch noch etwa 75% des
entsprechenden Kaffees und wird wegen seiner absorbierenden und
adstringierenden Eigenschaften zur Behandlung leichter, unspezifischer
Durchfälle verwendet. Eine lokale Anwendung
in der Mundhöhle soll bei leichten Entzündungen im Mund-
und Rachenbereich helfen.
Kaffee:
Kaffee ist eines der beliebtesten Genussmittel und wird vor allem
wegen seiner anregenden Wirkung geschätzt. Diese lässt
sich auf den Inhaltsstoff Coffein zurückführen, der vor
allem anregend auf das Zentralnervensystem wirkt, aber auch Wasserausscheidung,
Magensaftsekretion und Lipolyse steigert. Die Blutgefässe im
Gehirn werden verengt, was bei der Behandlung von Migräne hilfreich
sein soll. Die Wirkung auf den Blutdruck hängt in starkem Maße
von der Gewöhnung ab. Während Abstinenzler mit einem Blutdruckanstieg
reagieren, bleibt der Blutdruck gewohnheitsmäßiger Kaffeetrinker
unbeeinflusst.
Über mögliche Gefahren oder aber auch günstige Wirkungen
von Kaffeegenuss gibt es viele, z.T. sich widersprechende Veröffentlichungen.
Eines scheint jedoch gewiss zu sein, die Erhöhung der Blutfettwerte,
die bei finnländische Kaffeetrinkern beobachtet wurde, hängt
mit der Art der Kaffeezubereitung
zusammen. Diesen Kaffeeölen zugeschriebene, ungünstige
Wirkung lässt sich vermeiden, indem man gefilterten Kaffee
trinkt.
Je nach Zubereitungsart und
Sorte enthält eine Tasse 80 mg bis 180mg Coffein. Coffeinarmen
Kaffee wird das Coffein vor dem Rösten entzogen. Eine Tasse
enthält dann nur noch 4 mg Coffein.