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| "In
Trance war ich Segeln" - Ein Arzt im Selbstversuch |
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Der
erste Patient, der sich in Lübeck unter Hypnose unters Messer
begeben hat, war der in der Klinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie
für diese Form der Operation verantwortliche Arzt, Dirk Hermes.
Er ließ sich von seinen Kollegen zwei verlagerte Weisheitszähne
herausoperieren. "Es war sehr angenehm, selbst kurzzeitig auftretende
Schmerzen haben mich nicht gestört", erinnert er sich.
"In Trance war ich Segeln und fühlte mich entspannt und
distanziert von dem, was gerade mit mir geschah." Ein anderer
Patient, dem 17 Zähne gezogen wurden, habe nach der Operation
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berichtet,
er habe während der Hypnose so intensiv an seinen Türkeiurlaub
gedacht, daß er nicht gemerkt habe, daß die Ärzte
mit Zangen und Fräsen in seinem Mund gearbeitet hätten,
berichtet Hermes.
Wird der Patient willenlos?
Viele Patienten können sich nicht oder nur schemenhaft an die
Behandlung erinnern. Dabei sind die Betroffenen während der
Trance nicht narkotisiert oder gar willenlos. Ganz im Gegenteil:
"Gegen seinen Willen kann niemand hypnotisiert werden, alles
geschieht in gegenseitigem Einvernehmen. Der Patient ist während
der Hypnose wach, ansprechbar und kann aktiv in die Behandlung einbezogen
werden. Außerdem ist er jederzeit in der Lage, seine Augen
aufzuschlagen und die Trance abzubrechen." Wichtig sei, so
Hermes, in ausführlichen Vorgesprächen den Patienten auf
Hypnose und Behandlung vorzubereiten.
Schmerzempfindung
wird ausgeschaltet
Warum Hypnotisierte weniger Schmerzen verspüren, ist noch ungeklärt.
Forscher vermuten, daß Hypnose die Kommunikation zwischen
einzelnen Hirnzentren stört, in denen Reize verarbeitet werden.
Die emotionale Kopplung von Schmerz an Angst, Streß und Fluchtreaktionen
fehlt. Der Patient nimmt zur Kenntnis, daß ihm wehgetan wird,
es stört ihn aber nicht; er wehrt sich nicht.
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