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Kaiserschnitt auf Wunsch - Argumente der Gegner
Statue des römischen Feldherrn und Kaiser Gaius Julius Cäsar Gegner der Wunsch-Sectio betonen, daß der Kaiserschnitt den Tod der Mutter immer noch häufiger nach sich ziehe, als eine natürliche Geburt. Nach aktuellen Zahlen, die bei Erhebungen in Bayern gewonnen wurden, sterben sechs von 100.000 Schwangeren, die per Kaiserschnitt entbanden. Bei der Geburt auf natürlichem Wege sind es dagegen nur etwa zwei von 100.000.
Auch Langzeitprobleme können infolge von Schnittentbindungen auftreten, beispielsweise Verwachsungen im Bauch. Bei Folgeschwangerschaften versperrt zudem
häufiger die Plazenta den Muttermund, was wiederum zu Geburtsschwierigkeiten führt. Allerdings ist es auch nach einer Sectio durchaus möglich, die nächste Geburt wieder auf natürlichem Wege zu bewältigen.

"Kaiserliche Geburt" - Historisch betrachtet und aus heutiger Sicht

"Der alte Traum von der schmerzlosen Geburt spiegelt sich im Wunsch nach einer Schnittentbindung", sagt der Kölner Medizinhistoriker Daniel Schäfer, der die Geschichte des Kaiserschnitts seit der Antike erforscht hat. Bis in die Neuzeit hinein wurde der Eingriff oft an toten Schwangeren durchgeführt - fast nie jedoch an der lebenden werdenden Mutter, für die der Eingriff noch im letzten Jahrhundert in mindestens einem von zwei Fällen tödlich verlief. Die Sectio an der Toten sollte das Ungeborene aus dem Mutterleib befreien, um es zwecks Rettung seiner Seele taufen zu können. In den seltensten Fällen dürfte es dabei jedoch überlebt haben. In der Renaissance behaupteten viele Adelige, per Sectio geboren worden zu sein. Sie glaubten - fälschlicherweise - Gaius Julius Cäsar sei durch "Sectio caesare" zur Welt gekommen. Der Kaiserschnitt galt daher als Königsweg der Geburt.

Heute ist wenig umstritten, daß ein Kaiserschnitt oft aus medizinischen Gründen durchgeführt werden muß. Doch die seit jahrzehnten steigenden Sectio-Raten lassen sich kaum durch sachliche Notwendigkeiten erklären. Eine jüngste Untersuchung an 81 hessischen Kliniken zeigt, daß keineswegs überall die gleiche Schneidefreudigkeit herrscht. Entbanden an manchen Krankenhäusern rund 30 Prozent der Mütter per Sectio, waren es an anderen lediglich 5 Prozent.


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