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Die verheimlichte Depression der Männer

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Wer hätte das gedacht: Die Frau wird schwanger, das Kind kommt zur Welt und der Vater wird depressiv. Mit dieser Nachricht überraschten Dr. Simon Lovestone und Prof. Raj Kumar vom Institut für Psychiatrie in London die Öffentlichkeit. Ihren

Erkenntnissen zu Folge leiden 25 % der Männer an depressiven Verstimmungen nach der Geburt Ihres Kindes. Leidet ihre Partnerin an einer postnatalen Depression, dann leiden sogar 50 % der betroffenen Männer ebenfalls an einer Depression.
Doch wie kommt es, dass diese sogenannte postnatale Depression bisher so wenig bekannt ist? Die Antwort auf diese Frage ist erstaunlich einfach: Männer haben sehr gut gelernt ihren Mann im Leben zu stehen und Gefühle zu verbergen. Sie müssen befürchten, weder beim Partner, noch bei anderen Menschen auf Verständnis zu stoßen. Schließlich hat die Gesellschaft eine eindeutige Erwartungshaltung gegenüber dem jungen Vater: Er soll liebevoll seine durch Schwangerschaft und Geburt geschwächte Frau versorgen, er soll sich rührend um das neue Familienmitglied kümmern und der Familie mit Energie und Begeisterung zur Verfügung stehen. Ganz nebenbei soll er für ein gutes Einkommen sorgen.

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