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Was ist Endometriose? Bei der Endometriose kommt es zur Ansiedlung von verändertem Gebärmutterschleimhautgewebe außerhalb der Gebärmutter. Dieses "Endometriosegewebe" siedelt sich auf verschiedenen Organen an, etwa auf der Gebärmutter, dem Bauchfell, den Eierstöcken, den Eileitern, der Blase oder dem Darm. Eine mögliche Erklärung für dieses Phänomen lieferte schon in den zwanziger Jahren der amerikanische Frauenarzt Sampson. Er beschrieb die Endometriose als Folge eines Bluteintritts in den Bauchraum. Einige Gebärmutterschleimhautzellen können während der Menstruation retrograd ("rückwärts") durch die Eileiter in die Bauchhöhle wandern und dort unter bestimmten Umständen anwachsen. Noch früher als Sampson erklärte der Berliner Frauenarzt und Pathologe Robert Meyer die Endometriose als Folge von Veränderungen in der embryonalen Gewebeausbildung. Diese "Metaplasie-Theorie" erlebt heute eine Renaissance, weil sie das isolierte Auftreten von Endometrioseherden in Fällen erklärt, bei denen eine retrograde Menstruation nicht mehr möglich ist. Da das Endometriosegewebe auf die hormonellen Veränderungen während des Menstruationszyklus anspricht, kann es zu Mikroblutungen und später zu Entzündungen und Vernarbungen im Bauchraum kommen. Diese Prozesse führen dann in vielen Fällen zu den Beschwerden. Massive Einschränkungen der Lebensqualität durch Schmerzen oder Unfruchtbarkeit, Partnerschaftsprobleme, gehäufte Arbeitsausfälle und enorme Kosten im Gesundheitswesen sind die Folge. Die Diagnose der Erkrankung ist heute nur durch eine Bauchspiegelung und eine Probeentnahme möglich, aber auch bei diesem Eingriff können frühe oder sehr kleine Herde übersehen werden. Effektive Labortests gibt es bisher nicht und moderne bildgebende Verfahren, wie Ultraschall, Computer- oder Kernspintomografie, helfen dem Arzt nur in sehr speziellen Fällen bei der korrekten Diagnosestellung. |
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