Der Herzschlag verlangsamt sich, die Muskeln sind schlapp, das Kind wird blau oder ganz blass und atmet nicht mehr. Tritt bei einem Kind, das zuvor als gesund galt, der Tod vollkommen unerwartet ein und lässt sich keinerlei Todesursache feststellen, sprechen die Mediziner vom plötzlichen Kindstod (Sudden infant death syndrome; kurz SID). Weltweit sind 2 von 1000 Kindern betroffen. In Deutschland sterben jährlich etwa 700 Säuglinge. Besonders gefährdet sind Kinder
innerhalb ihres 1. Lebensjahres. Der plötzliche Kindstod ist bei Säuglingen nach dem 1. Lebensmonat sogar die häufigste Todesursache. Auch für die nachfolgenden Geschwister erhöht sich das Risiko am plötzlichen Kindstod zu sterben auf das doppelte bis vierfache. Des weiteren gibt es zahlreiche „Beinah-Todesfälle" (anscheinend oder augenblicklich lebensbedrohliches Ereignis, kurz ALE), bei denen der Zustand erkannt und durch rechtzeitige Wiederbelebungsmaßnahmen beherrscht werden kann oder das Kind spontan wieder anfängt zu atmen.