Über den Tag hinweg sind Schwankungen der Blut-Konzentration von verschiedenen Stoffen, die der Körper produziert, schon seit langem bekannt. So steigt beispielsweise die Konzentration der Nebennierenhormone, Adrenalin und Kortisol, im Blut bereits morgens um 5 Uhr. Stoffwechselvorgänge, die Verdauung und Energiegewinnung, laufen morgens auf Hochtouren. Die Herztätigkeit nimmt zu – der
Körper stellt sich auf die aktive Tagesphase ein. Erfahrungsgemäß funktionieren Konzentrationsfähigkeit, Gedächtnisleistungen und Sprachvermögen zwischen 10 und 12 Uhr besonders gut. Um die Mittagszeit nimmt die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit dann erst einmal ab. Die bei Südländern besonders beliebte Siesta ist eine Gewohnheit, die mit dem Päuschen, das der Organismus um die Mittagszeit einlegt, also durchaus im Einklang steht . Allerdings sollte das Mittagsschläfchen auf keinen Fall länger als 20 Minuten dauern, will man auch den Nachmittag mit Schwung und Elan meistern. Üppige Mahlzeiten können die Müdigkeit mittags verstärken. Gegen 14 Uhr steigt vermutlich der Blutspiegel der körpereigenen Endorphine, was erfahrungsgemäß das allgemeine Wohlbefinden steigert. Gegen 16 Uhr nehmen die körperliche und die geistige Leistungsfähigkeit noch einmal richtig zu. Man nimmt an, dass man die größten Trainings- und Lernerfolge um diese Zeit erzielen kann. Am Abend stellt sich der Körper auf seine Erholungsphase um. Der Blutdruck und die Körpertemperatur sinken. In der Nacht regenerieren sich die Organe, um am nächsten Tag wieder voll einsatzfähig zu sein.