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Weißdornextrakt bei Herzinsuffizienz drei Jahre geprüft

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Foto: Isolde Altersberger, Henriette Kress

Ein-Jahres-Ergebnis vorgestellt

WIESBADEN (ner). Um die gesundheitsökonomische Relevanz verschiedener Therapieregimes bei Patienten mit leichter Herzinsuffizienz zu beleuchten, wird derzeit in einer Studie das Kosten-Nutzwert-Verhältnis

einer Weißdornextrakt-Therapie im Vergleich zur Standardtherapie bei Patienten mit leichter Herzinsuffizienz untersucht. Inzwischen liegt die erste Zwischenauswertung vor.

Crataegus-Spezialextrakt WS 1442 (Crataegutt®) ist für die Behandlung von Patienten mit Herzinsuffizienz im Stadium NYHA II zugelassen. In diesem Stadium der Erkrankung ist die körperliche Leistungsfähigkeit leicht eingeschränkt. Starke körperliche Belastung ruft Erschöpfung, Rhythmusstörungen, Luftnot oder Angina pectoris hervor. In bisherigen Studien sind positive Effekte des Arzneimittels, etwa eine Steigerung der linksventrikulären Auswurffraktion, eine Verringerung des peripheren arteriellen Gefäßwiderstandes sowie kardioprotektive Eigenschaften, nachgewiesen worden.
Seit Sommer 1999 untersuchen 217 niedergelassene Ärzte 952 Patienten mit zweitgradiger Herzinsuffizienz, die entweder Crataegus alleine oder zusätzlich zu einer anderen Therapie erhalten (Crataegus-Kohorte) oder ohne Crataegus-haltige Arzneimittel behandelt werden (Standard-Kohorte), wie Professor Reinhard Rychlik vom Institut für Empirische Gesundheitsökonomie in Burscheid bei einer Pressekonferenz des Unternehmens Dr. Willmar Schwabe in Wiesbaden berichtet hat.
Der Nutzen der jeweiligen Behandlung werde anhand standardisierter Fragebögen zur Lebensqualität bewertet, so Rychlik. Aber auch unerwünschte Wirkungen, EKG-Befunde sowie die Zahl der Krankenhausaufenthalte, Kuren oder Todesfälle fließen in die Bewertung ein. Die Studie soll insgesamt drei Jahre dauern.
In der ersten Zwischenauswertung nach einem Jahr gab es nach Angaben des Unternehmens relevante Vorteile zugunsten der mit Weißdornextrakt behandelten Patienten. So klagten in der Crataegus-Kohorte signifikant weniger Patienten über verminderte Leistungsfähigkeit, Belastungsdyspnoe und Nykturie als in der Standard-Kohorte. Bei den Behandlungs- und Arzneimittelkosten sowie bei den Kosten für Hospitalisierungen und Kuren ergaben sich bis jetzt keine Unterschiede je Patient, so Rychlik. Jedoch müßten die Dreijahres-Ergebnisse noch abgewartet werden
. Ausführliche Informationen über die Anwendungen und Wirkungen von Heilpflanzen erhalten Sie hier...

Quelle: Ärztezeitung.de

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