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Experimental Biology) berichten, entwickeln sich durch den Selenmangel Virusmutanten, die schwerere Entzündungen hervorrufen als Viren, die sich in ursprünglich gesunden Tieren entwickelt haben. Durch den Selenmangel könnten theoretisch auch virulentere AIDS-, Erkältungs- oder Ebola-Viren entstehen. Für ihre Untersuchungen haben die Forscher den Virusstamm Influenza A/Bangkok/1/49 (H3N2) verwendet, den sie Mäusen intranasal verabreichten. Viren, die aus Mäusen mit Selenmangel isoliert worden waren, hatten vor allem im Gen für ein Matrixprotein Mutationen, die sie im Vergleich zum Ausgangsvirus virulenter machten. Folge der erhöhten Virulenz ist eine verstärkte Entzüngungsreaktion im Lungengewebe. Beck und ihre Kollegen vermuten, daß die Viren in Mäusen mit Selenmangel einen erhöhten oxidativen Streß verursachen, dem nicht entgegengewirkt werden kann, weil das dazu benötigte Enzym, die Glutathionperoxidase, auf Selen angewiesen ist. Der oxidative Streß schädigt direkt das Virusgenom.
Quelle: Ärztezeitung.de |