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Frauen beeinflußt. Mittlerweile sind orale Kontrazeptiva zum Verhütungsmittel Nummer eins avanciert: Weltweit verhüten 60 bis 80 Millionen Frauen damit.
Die erste Antibaby-Pille in Deutschland enthielt 4 mg des Gestagens Norethisteronacetat und 0,5 mg Ethinylöstradiol. Die Pille hat einen wesentlichen Vorteil im Vergleich zu anderen Verhütungsmitteln: Sie bietet eine besonders zuverlässige Kontrazeption. So haben die heute meist verwendeten Mikropillen, die weniger als 50 Mikrogramm Ethinylöstradiol enthalten, einen Pearl-Index von 0,2 bis 0,5. Das bedeutet: Wenn 100 Frauen ein Jahr lang die Pille nehmen, wird nicht einmal eine von ihnen schwanger. Ein weiterer Vorteil ist, daß die Wirkung reversibel ist. "Hypophyse und Eierstöcke nehmen ihren monatlichen Arbeitstakt unverzüglich wieder auf, sobald die Blockade durch das Kontrazeptivum wegfällt", sagte Professor Herbert Kuhl, Endokrinologe aus Frankfurt am Main zur "Ärzte Zeitung". Mehrere Fortschritte hat es in den vergangenen 40 Jahren gegeben, was die Verträglichkeit der Pille betrifft. Ein wesentlicher Schritt nach vorne ist für Professor Alexander Teichmann, Chefarzt der Frauenklinik des Klinikums Aschaffenburg, zum Beispiel, daß die Dosis des in den Pillen enthaltenen Ethinylöstradiols deutlich reduziert werden konnte - die niedrigste Dosis beträgt heute 15 Mikrogramm.
Quelle: Ärztezeitung.de |