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im Mai 1997 geborenen Kuh.
Das Geburtsdatum der Kuh ist insofern von Bedeutung, da es zehn Monate nach Einführung des Tiermehl-Fütterungsverbots für Rinder in Großbritannien liegt. Nach bisherigen Erkenntnissen scheidet eine Übertragung von Muttertier auf das Kalb aus, da die Mutter der inzwischen getöteten Kuh BSE-frei war. Die Kuh kommt aus der Grafschaft Somerset in Südwest-England. Nach einem Fall im Juni 2000 ist damit zum zweiten Mal bei einem britischen Rind nach dem Tiermehl-Fütterungsverbot BSE diagnostiziert worden. "Wir müssen der Tatsache ins Auge sehen, daß BSE möglicherweise auf bislang unbekannte Weise übertragen wird", warnte Lacey. "Deshalb ist es dringend nötig, Rindfleisch stärker als bisher auf BSE zu untersuchen." Die derzeitigen Tests reichten nicht aus, um einen umfassenden Verbraucherschutz zu gewährleisten. Wie Smith, Leiter des regierungsnahen BSE-Beratungsausschusses, sagte, gibt es zwei Erklärungen für den neuen BSE-Fall. Entweder werde das Tiermehl-Fütterungsverbot nicht lückenlos eingehalten, und die Kuh aus Somerset habe sich über das Futter infiziert. Oder es gebe einen "dritten, bisher unbekannten Infektionsweg" außer der möglichen Übertragung durch das Futter und die mögliche Übertragung von der Mutter auf das Kalb. Ein Sprecher der Regierung bezeichnete den neuen BSE-Fall als besorgniserregend. "Das ändert aber nichts an der Tatsache, daß Großbritannien heute die strengsten Sicherheitsvorkehrungen der Welt hat, um Fleischesser vor BSE zu schützen", so Tierschutzminister Elliot Morley. Die Kuh aus Somerset war zum Zeitpunkt des Schlachtens 48 Monate alt und wäre in keinem Fall in die menschliche Nahrungskette geraten. Lacey hält es für möglich, daß das Kalb 1997 auf der Weide Nachgeburten von damals BSE-infizierten anderen Kälbern gefressen hat, oder daß der BSE-Erreger auf Weiden zu finden ist und sich die Kuh so infiziert hat.
Quelle: Ärztezeitung.de |