ANZEIGEN
 
 
Gesundheit aktuell

Werden Männer medizinisch vernachlässigt?

Mann

Sozialverband VdK fordert Männergesundheitsbericht für die Europäische Union

BERLIN (rv/ub). Männer sind häufiger krank, sie gehen seltener zum Arzt - und sie sterben früher. In Deutschland bleibt die Lebenserwartung der Männer sieben Jahre hinter der von Frauen zurück. Gleichzeitig gibt es aber keine der Frauenheilkunde vergleichbare männerheilkundliche Versorgungsinfrastruktur.

Eine Rationierung im Gesundheitswesen registriert Professor Albrecht Goeschel von der Studiengruppe für Sozialforschung, wenn er die Bevölkerungsgruppe der Männer betrachtet. Nicht nur aus deutscher, sondern auch aus europäischer Perspektive sei Männergesundheit eine Zukunftsaufgabe für das Gesundheitswesen. Allerdings liegt in Südeuropa die Lebenserwartung der Männer deutlich höher ist als im Norden. Möglicherweise sei dies der "Preis für Arbeitswut und Großstadtleben".
Einen Männergesundheitsbericht für die Europäische Union fordert daher der Präsident des Sozialverbandes VdK Deutschland, Walter Hirrlinger. Ein Vergleich der Gesundheitsdaten von Männern und Frauen sei Voraussetzung für Konzepte zur Gesundheitsvorsorge. So könnten kostspielige Schwersterkrankungen von älteren Männern vermieden werden. Der VdK-Präsident verwies auf eine Untersuchung in 21 Ländern, nach der Männer vier- bis fünfmal mehr gefährdet seien, einen
Herzinfarkt zu erleiden als Frauen.
Untersucht man, welche Krankenhausfachabteilungen in Deutschland die größten männlichen Fallzahlen erreichen, ist es die Innere Medizin, die zusammen mit der Chirurgie knapp 63 Prozent aller männlichen Krankenhauspatienten aufweist.
Deshalb sollten, so Professor Goeschel, an internistischen Akutkrankenhäusern Zentren für Männergesundheit eingerichtet werden - un zwar fachübergreifend in Zusammenarbeit mit Urologen und Psychologen. Denn oft werde ausgeblendet, daß Männer eine ausgeprägtere psychiatrische Krankenhausmorbidität zeigen als Frauen.
Als einen Grund nannte der Sozialwissenschaftler Gerd-Uwe Watzlawczik "Rollenvorgaben und -widersprüche" bei Männern, die zu häufigeren seelischen Erkrankungen führen würden
.

Quelle: Ärztezeitung.de

linie_unten
Weitere Themen

 Interaktionen:

pfeil3 

Testen Sie Ihren Hauttyp

pfeil3 

Gesundheitstest

pfeil3 

Kleinste Spuren -
Große Wirkung

pfeil3 

Sicherheitstest für Eltern

pfeil3 

Ernährungspyramide

 

 Weitere Rubriken:

pfeil3 

Gesundheitswetter

pfeil3 

Schwangerschaft

pfeil3 

Sexualität

pfeil3 

Fit im Job

pfeil3 

Fitness im Trend

pfeil3 

Food & Health