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Therapie
Grundlage einer erfolgreichen Behandlung ist die Bekämpfung vermeidbarer Ursachen wie Übergewicht, Bewegungsmangel oder zu enge Kleidung (siehe auch Ursachen/Risikofaktoren). Wer häufig schwere Beine hat, sollte intensive Wärme meiden. Zuviel Sonne, heiße Bäder, Sauna oder Wärmflaschen erweitern die Blutgefäße, was zu Schwellungen führt und den Blutfluss verlangsamt. Daneben gibt es eine Reihe anderer Möglichkeiten Venenerkrankungen zu behandeln:
Kompression der Venen Durch Druck (Kompression) auf die Venen wird ein Blutstau verhindert oder rückgängig gemacht. In den verengten Venen fließt das Blut rascher ab, Gerinnselbildung wird vermieden. Viel Gehen ist ein Muss und unterstützt die Kompressionsbehandlung. Der Kompressionsverband wird vor allem bei bestehenden Schwellungen, Venenentzündungen, nach Thrombosen und operativen Veneneingriffen mit speziellen elastischen Binden angelegt. Ist die Schwellung abgeklungen, so werden Kompressionsstrümpfe individuell angepasst. Sie sollen die mit dem Kompressionsverband erzielte Entstauung erhalten und eignen sich zur dauerhaften (Nach-)Behandlung von Venenleiden. Wie der Kompressionsverband werden sie gleich morgens nach dem Aufstehen angelegt.
Krampfadern können beseitigt werden durch: – Krampfaderverödung (Sklerosierung): Dazu spritzt der Arzt ein Medikament in die Vene, das eine örtlich begrenzte Entzündung verursachen soll. Die entzündeten Venenwände verkleben miteinander und verschließen die Vene. Ein fest angelegter Kompressionsverband 8für ca. 2 Wochen) bewirkt, dass die Venenwände gut zusammenwachsen. – Venen-Stripping: Die betroffene Vene wird an zwei Stellen durchtrennt. Danach wird eine Sonde in die Vene eingeführt, an einem Ende befestigt und mit der Vene herausgezogen.
Bei Venenentzündungen haben sich Wickel mit Heilerde, Quark oder Retterspitz bewährt.
Kaltwasseranwendungen eignen sich gut zur Vorbeugung und ergänzenden Behandlung und lassen sich leicht zu Hause durchführen. Durch den Kältereiz ziehen sich die Venen zusammen, der Blutfluss beschleunigt sich. Bei allen Anwendungen mit kaltem Wasser gilt: Nur an warmen Beinen anwenden. Gegebenenfalls vorher durch warmes Wasser oder Bewegung anwärmen. Die Kaltanwendung wird nur solange durchgeführt, wie sie ertragen wird. Nicht abtrocknen sondern das Wasser nur abstreifen und Socken anziehen. Anschließende Bewegung (Gymnastik, schnelles Gehen) sorgt für Wiedererwärmung.
Mit Medikamenten können Venenleiden lediglich gelindert werden. Wirkstoffe der Rosskastanie (Aescin), des Buchweizens (Rutin), des Beinwells (Allantoin, Cholin), des Steinkleekrauts und von Hamamelis werden äußerlich (in Form von Salben, Cremes, Lotionen) aufgetragen und/oder als Tabletten oder Tee eingenommen. Sie sollen die Gefäße abdichten und deren Elastizität verbessern. Schwellungen, Schweregefühl und Brennen der Beine klingen ab. Salben oder Gele mit Hirudin (Blutegelstoff) oder Heparin beugen einer Blutgerinnung und damit einer Thrombose vor und lassen oberflächliche Entzündungen schneller abheilen. Bei einer sehr starken Schwellung wird ein spezielles Entwässerungsmittel verordnet (nicht alle sind geeignet, Thrombosegefahr!).
Eine gute Nachricht für Schwangere: Die Krampfadern, die sich bei vielen Frauen während der Schwangerschaft bilden, gehen zu etwa 80% wieder zurück, genauso Besenreiser. |
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