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So unterschiedlich die Ursachen und  Erscheinungsformen des Tinnitus sind, so unterschiedlich sind auch die im Einzelfall notwendigen und erfolgversprechenden therapeutischen Maßnahmen. Entscheidend für den erfolgreichen Verlauf einer Therapie ist die innere Einstellung des Betroffenen. Da es weder eine medikamentöse noch eine nicht-medikamentöse Therapie gibt, die den Tinnitus garantiert und vollständig heilt, sollte der Patient versuchen, "mit dem Tinnitus Frieden zu schließen", d.h. er sollte lernen, ihn als Teil seiner Persönlichkeit und seines Lebens zu akzeptieren. In sehr vielen Fällen kann das Therapieziel nur bedeuten, einen unerträglich erscheinenden Tinnitus in einen erträglichen zu verändern. Das schließt nicht aus, dass es auch noch in der chronischen Phase Fälle geben kann, in denen der Tinnitus nahezu vollständig zurückgedrängt wird.
Da gerade beim Tinnitus der psychische Aspekt eine große Rolle spielt, kann der Erfahrungsaustausch innerhalb einer Selbsthilfegruppe wesentlich zu einer seelischen Stabilisierung und zu einer Verbesserung der persönlichen Lebenssituation beitragen.

Akutphase
Infusionstherapie: Standardtherapie in der Akutphase. Es werden ambulant oder stationär per Infusion Substanzen verabreicht, die die Fließeigenschaften des Blutes verbessern. Den größten Erfolg hat diese Therapie in der Akutphase, möglichst bald nach Feststellen der Diagnose Hörsturz oder Tinnitus. Sie bewirkt eine verbesserte Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Kochlea (Gehörgangsschnecke im Innenohr).

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