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Therapie
Schmerzmittel (Analgetika ) stehen mit großem Abstand an der Spitze der am häufigsten verordneten Medikamente. Sie lassen sich unterteilen in die stark wirksamen Schmerzmittel und die schwach bis mittelstark wirksamen Schmerzmittel. Die Analgetika und unterstützenden Medikamente muss der Arzt entsprechend dem Schmerztyp auswählen.
Schwach bis mittelstark wirksame Schmerzmittel Hierbei handelt es sich um nichtopioide Analgetika. Sie werden in weitere Gruppen eingeteilt und wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend, indem sie die Bildung von Prostaglandin hemmen, einer körpereigenen Substanz, die an der Entstehung von Schmerzen, Fieber und Entzündungen beteiligt ist. Außerdem scheinen sie noch über andere Mechanismen die erhöhte Empfindlichkeit von Nervenendigungen (Nozizeptoren) zu normalisieren. Zur ersten Gruppe (antipyretische Analgetika vom Säuretyp) gehören die Salicylsäure-Derivate ( z.B. Acetylsalicylsäure). Sie wirken sehr schnell gegen Schmerzen, verursachen jedoch häufig Magenbeschwerden, Sodbrennen und Magenschleimhautblutungen. Schwindel, Ohrensausen, Übelkeit und Erbrechen treten bei höherer Dosierung über einen längeren Zeitraum auf.
Zur zweiten Gruppe (Anillin-Derivate) gehören Paracetamol oder Phenacetin. Die schmerzlindernde Wirkung von Paracetamol und Phenacetin ist relativ schwach. Eine entzündungshemmende Wirkung fehlt weitgehend. Allgemein ist Paracetamol besser verträglich als Phenacetin und wirkt gut fiebersenkend bei schnellem Eintritt der Wirkung. Es ist deshalb auch in den "Fiebersäften" für Kinder enthalten. Allerdings droht durch eine Überdosierung (bei Erwachsenen 10 bis 15 Gramm pro Tag) die Zerstörung von Leberzellen. Außerdem kann es bei Anwendung über einen längeren Zeitraum zu Nierenschädigungen kommen. Paracetamol und Phenacetin sind frei verkäufliche Schmerzmittel. |
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