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Krankheitsbild

Der akute Schmerz steht in direkter Verbindung mit dem auslösenden Moment. Beispiel: Sie schlagen sich mit dem Hammer auf den Daumen. Dabei passiert zweierlei: Als erstes nehmen Sie einen hellen, spitzen und gut zu lokalisierenden Schmerz wahr, worauf Sie reflexartig die Hand wegziehen. Dies wird als Erstschmerz bezeichnet. Daraufhin folgt etwas verzögert ein dumpfer, brennender oder bohrender Schmerz – der sogenannte Zweitschmerz, der den Erstschmerz überdauert. Die Stärke des Akutschmerzes kann man an der vegetativen Reaktion messen. Der Körper schüttet den Botenstoff Noradrenalin aus, der Herzschlag wird schneller, der Blutdruck steigt zunächst an und kann etwas später schnell abfallen, der Schweiß bricht aus allen Poren und die Pupillen erweitern sich.

Beim chronischen Schmerz fehlen die vegetativen Symptome, wie

Schweißausbruch, Herzklopfen und erhöhter Blutdruck. Er besteht meist schon über einen längeren Zeitraum. Die Mehrzahl der chronisch schmerzkranken Patienten im fortgeschritten Stadium, sind depressiv verstimmt. Das leuchtet ein, wenn man sich vorstellt, wie sich ein Mensch fühlt, der immerzu Schmerzen hat ohne Aussicht darauf, dass sich daran etwas ändern wird. Gleichzeitig senken Angst und Depression die Schmerzschwelle. Es lässt sich irgendwann nicht

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mehr eindeutig unterscheiden, ob ein Patient chronische Schmerzen hat, weil er depressiv ist, oder ob er depressiv ist, weil er chronische Schmerzen hat.

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