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Selbst bei richtiger Dosierung kann eine wesentliche Besserung erst nach ein paar Monaten eintreten. Ein besonderes Problem kann bei akuten schizophrenen Phasen die fehlende Krankheitseinsicht werden. Kommt eine Selbst- und Fremdgefährdung hinzu, ist eine Einweisung in eine geschlossene Station unabdinglich und eine Behandlung gegen den Willen des Kranken unumgänglich (unter bestimmten juristischen Voraussetzungen). Sozio- und psychotherapeutische Maßnahmen können erst in Kraft treten, wenn die Kooperationsbereitschaft des Schizophrenen zunimmt. Innerhalb der Psychotherapie geht es v.a. um das Verarbeiten des Krankheitserlebens, meist schon vorhandene Lebensprobleme zu bewältigen und um die Hilfe sich selbst zu finden , die Wirklichkeit zu erkennen und zu bewältigen. Soziotherapeutische Maßnahmen zielen darauf ab, soziale Folgeschäden innerhalb der Familie, des Wohnenraumes, der Arbeit und des gesellschaftlichen Lebens zu vermeiden. Das Betreuungsangebot umfasst Arbeits- und Beschäftigungstherapien, Strukturierung der Tagesabläufe oder berufsrehabilitative Maßnahmen. Die Einbeziehung der Familie und des ganzen sozialen Umfeldes spielt eine wesentliche Rolle. Im Umgang mit schizophrenen Menschen ist eine Über- bzw. Unterforderung zu vermeiden. Durch eine individuelle und stufenweise Förderung mit wachsenden Anforderungen ist es möglich, den Verlauf der Krankheit positiv zu beeinflussen. Schizophrenie ist behandelbar, aber nicht immer heilbar. |
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