Spricht man in der Medizin von einem Tumor, sagt das noch nichts darüber aus, ob dieser gut- oder bösartig ist. Vielmehr wird jede Neubildung im Gewebe als Tumor bezeichnet. Erst durch weitere Untersuchungen kann eine definitive Aussage über die Bösartigkeit gegeben werden. Auch in der Schilddrüse treten gutartige und bösartige Neubildungen auf. Die gutartigen Tumore bezeichnet man als Adenome. Sie gehen vom Drüsengewebe der Schilddrüse aus und sind von einer Kapsel umgeben. Aber es gibt auch bösartige Schilddrüsentumore, sog. Schilddrüsenkarzinome. Hier unterscheidet man nach dem Entartungsgrad der Tumorzellen differenzierte (papillöse oder follikuläre)
und undifferenzierte (anaplastische) Karzinome. Diese entstehen aus den ursprünglichen Schilddrüsenzellen. Zudem können bösartige Tumore in der Schilddrüse auftreten, die sich aus den sog. C-Zellen der Schilddrüse entwickeln und als medulläre oder C-Zell-Karzinome bezeichnet werden. Diese Einteilung ist wichtig, da die einzelnen Formen unterschiedliche Verläufe zeigen.