Die Schilddrüse ist ein kleines Organ vor der Luftröhre unterhalb des Kehlkopfes. Sie wiegt bei einem gesunden Erwachsenen durchschnittlich 20 – 30 g und besteht aus zwei Seitenlappen und einem schmalen Mittellappen. Sie ist normalerweise weder zu sehen, noch zu tasten. Hier werden die iodhaltigen Schilddrüsenhormone gebildet, die sämtliche Stoffwechselvorgänge im Körper regeln. Schilddrüsenhormone daher sind lebensnotwendig. Sie steigern den Energieumsatz im Körper. Man unterscheidet grundsätzlich zwei Schilddrüsenhormone, das L-Thyroxin und das Trijodthyronin. Sie steuern bei Kindern das Wachstum und die normale
Entwicklung von Kreislauf, Muskulatur, Nervensystem und Drüsen. Beim Erwachsenen sorgen Sie dafür, dass sämtliche Stoffwechselprozesse weiterhin reibungslos funktionieren. Die Freisetzung der Schilddrüsenhormone wird durch das Gehirn gesteuert. Sinkt die Konzentration der Schilddrüsenhormone im Blut, wird über das Gehirn die Freisetzung neuer Schilddrüsenhormone eingeleitet. Kälte, psychische und körperliche Belastung führen wegen des erhöhten Energiebedarfs des Körpers zu einer höheren Konzentration an Schilddrüsenhormonen, Wärme und Ruhe senken die Konzentration an Schilddrüsenhormonen im Blut. Bei Schilddrüsenentzündungen unterscheidet man zwischen einer akuten (= plötzlich auftretend mit heftigem Verlauf), subakuten (= weniger heftig verlaufend) und einer chronischen (= sich langsam entwickelnd) Verlaufsform. Die subakute Thyreoiditis wird auch als Thyreoiditis de Quervain bezeichnet, die chronische Form auch als Hashimoto-Thyreoiditis.