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Rheuma (rheumatoiede Arthritis):
Symptome und Ursachen


Die Ursachen der rheumatoiden Arthritis ("Rheuma") sind noch immer nicht endgültig geklärt. Es handelt sich wahrscheinlich um einen sog. Autoimmunprozess, bei dem sich Zellen des Immunsystems gegen bestimmte körpereigene Zellstrukturen richten. An der zerstörerischen Entzündungsreaktion im Körper sind verschiedene Stoffe beteiligt.
Auch eine genetische Veranlagung für die rheumatoide Arthritis ist wahrscheinlich.

GelenkDie Symptome für eine Rheuma-Erkrankung zeigen sich zunähst nur sehr unspezifisch: Zu Beginn der Erkrankung stehen ganz allgemeine Symptome wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust oder leichtes Fieber im Vordergrund. Gerade deshalb ist es so schwierig, eine exakte Diagnose in dieser Phase zu stellen.

Erst allmählich verstärken sich die Symptome und es kommt es zu Beschwerden an den Gelenken. Obwohl im Frühstadium manchmal nur wenige Gelenke betroffen sind, entwickelt sich fast immer nach einer gewissen Zeit eine so genannte Polyarthritis, d.h. eine Entzündung vieler großer und kleiner Gelenke des Körpers. Häufig sind die Hand- und Fingergelenke befallen. Ausnahme ist lediglich die Wirbelsäule, die außer dem Kopf-Hals-Gelenk (Atlanto-Axial-Gelenk) fast nie betroffen ist.

Der Krankheitsverlauf ist bei jedem Patienten anders. Permanente Beschwerden - ob leicht oder stark - kommen ebenso vor wie jahrelange Pausen mit fast völliger Beschwerdefreiheit. Nehmen die Beschwerden über mehrere Monate zu, sprechen Fachleute von einem "Schub".
Im fortgeschrittenen Verlauf der Krankheit können sich die folgenden typischen Veränderungen der Gelenke entwickeln:

  • Ulnardeviation = Abrutschen der Finger nach außen
  • Schwanenhalsdeformität = Abknicken des letzten Fingerglieds nach unten
  • Knopflochdeformität = Nachobentreten des Fingerknöchels
  • Rheumaknoten = Wachsen von gummiartigen Knoten an den Streckseiten der Gelenke

Aber nicht nur die Gelenke, sondern auch andere Organe können betroffen sein. Diese extraartikulären Manifestationen sind:

  • Lunge: Bindegewebsvermehrung der Lunge (Lungenfibrose) oder eine Rippenfellentzündung (Pleuritis)
  • Herz: Herzbeutelentzündung (Perikarditis)
  • Augen: Entzündung von verschiedenen Schichten der Augenwand (Skleritis und Episkleritis)
  • Haut: Rheumaknoten oder Kleingefäßentzündung (Vaskulitis) mit teilweise großen Hautdefekten vor allem an Unterschenkeln und Fußrücken
  • Speichel und Tränendrüsen: Chronische Entzündung mit Trockenheit von Mund und Augen (Sicca-Syndrom)
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