Definition
/ Allgemeines
Der
Begriff Rheumatismus stammt ursprünglich aus dem Griechischen
und bedeutet das Fließen; nach der Vorstellung
der antiken Medizin von im Körper vom Gehirn herabfließenden
Säften als Ursache.
Die Kurzbezeichnung Rheuma (volkstümlich auch Gliederreißen
genannt) stellt eine symptomatologische Sammel-Bezeichnung für
schmerzhafte, funktionsbeeinträchtigende oder behindernde
Störungen
des Stütz- und Bewegungsapparates dar. Diese umfassen eine
Vielzahl unterschiedlicher, das Bindegewebe sowie teils auch die
inneren Organe betreffende, akute und chronische Krankheiten.
Die rheumatischen
Erkrankungen werden nach Ursache (soweit bekannt), Verlauf und
Lokalisation
unterschieden. Einen wesentlichen Teil bilden die auf Autoimmunprozesse
zurückzuführenden Kollagenkrankheiten. Zur Gruppe
der Gelenkkrankheiten gehören die entzündlichen Arthritiden
(akut-entzündliche
Gelenkerkrankung; v.a. die früher als Rheumatoide Arthritis
bezeichneten reaktiven Arthritiden, chronische Polyarthritis, Bechterewsche
Krankheit),
einschließlich der durch Stoffwechselkrankheiten hervorgerufenen
Arthropathien (insbesondere Gicht) und die degenerativen Arthrosen.
Prognose: Wird die Rheumatoide
Arthritis früh genug erkannt, lässt
sich der Verlauf der Erkrankung mit den heutigen Behandlungsmethoden
bei der Mehrzahl der Patienten bremsen. Beschwerden wie Entzündungen
und Schmerzen sind über lange Zeit gut kontrollierbar. Das Engagement
des Patienten bestimmt den Erfolg der Behandlung maßgeblich mit.
Häufigkeit rheumatoider Erkrankungen
Die rheumatoide Arthritis ist die häufigste entzündliche rheumatische
Erkrankung. In Deutschland leiden etwa 0,5% der Bevölkerung daran.
Frauen sind etwa dreimal häufiger betroffen als Männer. Die
rheumatoide Arthritis kann in jedem Lebensalter auftreten. Am häufigsten
beginnt die Erkrankung jedoch zwischen dem 35. und 45. und über
dem 60. Lebensjahr.
20 –25% aller Fälle von vorzeitiger Berufsunfähigkeit
sind nach Schätzungen auf Rheuma zurückzuführen.
|