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Rheuma / Übersicht & Definition


Übersicht

Unter dem Begriff Rheuma wird eine Vielzahl multipler Krankheitsbilder zusammengefasst. Nach der internationalen Klassifikation ( ICD) sind mehr als 100 Erkrankungsformen dem „rheumatischen Formenkreis“ zuzuordnen.

Das Wort Rheuma stammt aus dem Griechischen und bedeutet „fließen / strömen“. Ursprünglich wurde das Wort benützt, um den fließenden und ziehenden Schmerz, der bei Erkrankungen des Bewegungssystem entsteht zu beschreiben.

Als rheumatische Erkrankungen bezeichnet man allgemein die Krankheiten, die sich am Bewegungsapparat, d.h. den Gelenken, Sehnen, Muskeln usw. abspielen und dort Schmerzen verursachen. Allerdings können bei vielen rheumatischen Erkrankungen auch innere Organe oder aber auch das Nervensystem, die Haut oder die Augen mitbetroffen sein.

KnochenformenIn der Medizin sind mit rheumatischen Erkrankungen nur die Entzündungsformen des Bewegungsapparates gemeint. Im Vordergrund steht der Krankheitskomplex der sogenannten rheumatoiden Arhtritis, die auch als chronische Polyarthritis bezeichnet wird. Typische Symptome sind nächtliche und morgendliche Schmerzen der Fingergelenke, meist symmetrisch, und Morgensteifigkeit dieser Gelenke, die über 15 Minuten anhält. In der Folge kommt es zum Befall weiterer Gelenke, zu Gelenksverformungen und seltener zu Organbeteiligungen (Augen, Speichel- und Tränendrüsen, Haut, Herz, Lunge).

Ursachen der rheumatoiden Arthritis sind noch nicht entgültig geklärt, es bestehen jedoch Zusammenhänge mit genetischen Dispositionen und autoimmunbiologischen Prozessen.

Zur Diagnose führen Krankengeschichte und Röntgenaufnahmen von Händen und Füßen. Laborwerte sind nur hinweisgebend. Um Folgeschäden zu verhindern bzw. zu verzögern, ist der frühzeitige Beginn einer adäquaten Therapie entscheidend.

Definition
Die rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis) ist eine chronisch entzündliche, oft in Schüben verlaufende Erkrankung des Binde-, Stütz- und Muskelgewebes mit Hauptmanifestation an der Gelenkinnenhaut und an gelenknahen Strukturen (z.B. Schleimbeutel). Seltener sind innere Organe, Nervensystem, Augen oder Haut befallen.


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