Die Angebote für die Raucherentwöhnung sind vielfältig. Sie reichen von der Methode "reine Willenkraft" bis zur Pharmakotherapie mit Nikotin-Ersatzpräparaten oder der Anti-Raucher-Pille. Sehr wichtig für die Motivation sind Beratungsgespräche mit dem Arzt, Nikotinent- wöhnungsgruppen oder Selbsthilfegruppen.
– Nikotinersatztherapie: In Form von Pflastern oder Kaugummis wird dem Körper Nikotin zugeführt, das über die Haut, bzw. Schleimhaut aufgenommen wird. Es hält die beim Nikotinabhängigen vermehrten Rezeptoren in Laune und soll die Erfolgschancen einer Entwöhnung verdoppeln. Je nach Packungsgröße und Nikotinmenge kosten die Pflaster für ca. 1 Woche zwischen ca. 35 und 40 DM.
– Akupunktur: Bei dieser Methode aus dem alten China werden in der Regel Nadeln in die 3 Suchtpunkte des Ohres gesetzt. Die Suchtpunkte werden zuvor vom Akupunkteur mit dem stumpfen Ende der Nadel aufgesucht. Der Nikotinabhängige behält diese Nadeln eine Weile. Die Methode soll bei circa 50% der Raucher ansprechen, dann das Verlangen nach der Zigarette dämpfen und die Entzugs- erscheinungen mildern. Zur Raucherentwöhnung werden 2 bis 5 Sitzungen benötigt, wobei eine einzelne Anwendung ca. 80 DM kostet. – Hypnose: Bei der Hypnose wird der Raucher in einen Trance-Zustand versetzt und der Hypnotherapeut wirkt auf das Unterbewusstsein des Rauchers ein. Dabei sollen zunächst die typischen Rauchersituationen analysiert werden und gedankliche Alternativen gefunden werden. Die Therapeuten können dann das Rauchen mit unangenehmen Vorstellungen verknüpfen (z.B. dem Gefühl Asche im Mund zu schmecken). Des weiteren sprechen sie positive Gefühle an Nichtrauchersituationen an. Um Erfolg zu erzielen sind meist mehrere Sitzungen nötig. Die Erfolgsquoten sind stark schwankend in einem Bereich von ca. 30-80%.