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Nierenversagen

Nierenversagen

Die Nieren dienen dem Menschen als Blutfilter. Etwa zwei Millionen winzige Funktionseinheiten (Nephrone) sind für die Reinigung des Blutes zuständig. Sie befreien das Blut von giftigen Substanzen, die der Körper wieder ausscheiden muss: Abbauprodukte des Zellstoffwechsels wie Harnstoff, Kreatinin und Harnsäure, Giftstoffe und Medikamente.
Die auszuscheidenden Substanzen gelangen schließlich über den

Harnleiter in die Blase, ehe sie den Körper verlassen. Diese Funktion  ist bei einem akuten und chronischen Nierenversagen erheblich eingeschränkt. Die Stoffwechselprodukte werden nur noch unzureichend  aus dem Blut gefiltert, sie reichern sich dort an. Eine schlechte Blutversorgung der Nieren oder Verletzungen der Nieren können einen akuten Ausfall der Nieren bewirken. Der chronische Verlauf ist langsam und kann unterschiedliche Ursachen haben
(Harnstau, Entzündung der Niere etc.). Während bei der akuten Form Medikamente einem Fortschreiten der Erkrankung entgegenwirken können, endet das chronische Nierenversagen zumeist mit der Dialyse. Hier wird dann mit technischer Hilfe das Blut von seinen Abbauprodukten gereinigt.
Neben der Funktion als Blutfilter produziert die Niere eine Reihe von wichtigen Hormonen: Das sogenannte Renin regelt den Blutdruck. Erythropoetin ist für die Bildung roter Blutkörperchen verantwortlich. Zudem spielt die Niere eine wichtige Rolle im Knochenstoffwechsel.

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