Plötzliche heftige krampfartige oder stechende Schmerzen in der Lendengegend, die nach unten hin ausstrahlen, sind typische Krankheitszeichen einer Nierenkolik. Sie entstehen, wenn Steine, Gries oder Blutgerinnsel in den Harnwegen den Abfluss von Urin behindern. Die meisten Steine bestehen aus Kalzium, andere aus Harnsäure oder Phosphat.
Die Folge: Harn staut sich im Nierenbecken – mit der Gefahr, dass die Filterfähigkeit der Niere eingeschränkt wird. Sind die Steine klein, können sie in der Regel allein dadurch herausgespült werden, dass der Betroffene sehr viel trinkt. Basiert der Stein auf Harnsäure, kann ein alkalisierendes Mittel eingenommen werden. Das puffert die Säure und löst sie gleichzeitig auf. Sind die Steine sehr groß, so werden sie mit einem sogenannten Lithotripter zertrümmert – mit Schallwellen, deren Energie auf den Stein konzentriert wird.