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Ursachen/ Risikofaktoren
Für die sogenannten Glomerulopathien, also Erkrankungen der Nierenkörperchen (Glomeruli ), sind in den meisten Fällen dreierlei Ursachen verantwortlich: Infektionen mit Streptokokken, einer bestimmten Bakterienart, können eine Entzündung der Nierenkörperchen verursachen, ferner ein irregeleitetes Immunsystem oder Arzneimittel, insbesondere Drogenmissbrauch. Sind Streptokokken für eine Niereninfektion verantwortlich, kommt es zu folgender Immunreaktion des Körpers: Streptokokken verursachen beispielsweise eine eitrige Mandelentzündung des Betroffenen. Antikörper bilden sich gegen die eingedrungenen Bakterien und verbinden sich mit Bakterienbestandteilen zu einem Immunkomplex. Gelangen diese nun in die Nieren, verkleben sie - sehr vereinfacht gesagt - sozusagen die Filterwände der Nierenkörperchen. Die Filterleistung wird herabgesetzt. In einem von drei Fällen allerdings werden die Antikörper nicht nur gegen die Streptokokkenbestandteile aktiv, sondern richten sich auch gegen die Glomeruli selbst und schädigen diese direkt. Diese Art der Autoimmunkrankheit kann sich auch auf andere Organe ausdehnen, wo immer die Antikörper passende Angriffspunkte finden – wie zum Beispiel in der Lunge. Von einer Schmerzmittelniere spricht man, wenn die Niere durch Schmerzmittel ruiniert wurde. Medikamente, die in einer zu hohen Dosis oder über einen zu langen Zeitraum eingenommen wurden, können die Filterfunktion der Niere genauso herabsetzen wie beispielsweise ein Heroinmissbrauch. Wenn die Funktion der Niere plötzlich zusammenbricht, spricht man von akutem Nierenversagen |
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