Bei einer Entzündung bildet die Schleimhaut Sekret und schwillt an. Dadurch können die Öffnungen zur Nase verschlossen werden. Die Höhle wird nicht mehr belüftet und das Sekret kann nicht mehr abfließen, wodurch es zu einem schmerzhaften Druck mit Kopfschmerz kommt. Meist sind die Kieferhöhlen und die Siebbein- zellen betroffen, seltener die Stirnhöhle und die Keilbeinhöhle. Grundsätzlich wird zwischen einer akuten und einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung unterschieden. Die akute Nasenneben- höhlenentzündung verläuft meist im Rahmen eines allgemeinen Atemwegsinfektes .
Die Hauptsymptome einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung sind:
Fieber (kann bis zu 40° Celsius ansteigen)
Schnupfen, der eitrig werden kann
Husten
starke Kopfschmerzen an verschiedenen Stellen (z.B. Schläfen, Augen, Wangen) möglich; je nach betroffener Höhle (besonders in der 1. Tageshälfte und verstärkt beim Bücken)
Schleimeiterstraße an der Rachenhinterwand
gerötete und geschwollenen Augenlider (deuten auf eine Entzündungsausbreitung hin)
Klopfschmerz über Kiefer- und Stirnhöhle
Die chronische Nasennebenhöhlenentzündung betrifft häufig die Kieferhöhle und das Siebbeinzellsystem.
Die klinischen Symptome sind bei dieser Form nicht so ausgeprägt wie bei der akuten Sinusitis, klingen aber über längere Zeit nicht vollständig ab.
Charakteristisch für diese Form ist:
Behinderte Nasenatmung mit schleimigen Absonderungen Leichter Druck über der betroffenen Höhle
Das Beklopfen der Kiefer- und Stirnbeinhöhle ist schmerzhaft
Kopf- und Halsschmerzen
Geruchs- und Geschmacksstörung
Nebenhöhlenentzündungen kommen oft in Verbindung mit einer chronischen Bronchitis vor. In diesen Fällen - Sinubronchitis - muss beides behandelt werden.