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Ursachen/Risikofaktoren
Die Multiple Sklerose (MS) beruht auf einer Fehlsteuerung des Immunsystems. Vom eigenen Körper gebildete Abwehrstoffe (Autoantikörper) greifen die Schutzhülle (Mark- oder Myelinscheiden) an, welche die einzelnen Nerven im Gehirn und Rückenmark umgibt. Es kommt zu einer allmählichen "Entmarkung" der weißen Hirnsubstanz. Der Name MS geht darauf zurück, dass es an den vielfachen (multiplen) Entzündungsherden des Nervengewebes zur Vernarbung (Sklerose) kommt. Das Erscheinungsbild der MS ist äußerst vielgestaltig. Je nachdem, in welchem Teil des Nervensystems ein solcher Entzündungsherd (Läsion oder Plaque) entsteht, kommt es zu neurologischen Ausfällen, die sich als Störung des Sehens, der Bewegungsfähigkeit, der Berührungsempfindlichkeit, der Harnblasenfunktionen, etc. äußern. MS-Schübe treten oft nach Infektionserkrankungen auf, wo die momentane Immunlage offenbar eine Auslösung der akuten Phase begünstigt. Die MS beginnt meist im frühen bis mittleren Erwachsenenalter, tritt aber auch gelegentlich bereits im Schulalter. Frauen erkranken häufiger als Männer. Die MS ist mit 70-110 Fällen auf 100000 Einwohner die verbreitetste chronische neurologische Erkrankung überhaupt. |
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