Die Mukoviszidose ist eine sehr häufige Erbkrankheit, die jeder 25.ter auf seinen Genen trägt. Nur wenn 2 Genträger zusammenkommen wird ein mukoviszidosekrankes Kind geboren. In Deutschland ist das nicht selten: Einer von 2500 Neugeborenen leidet an dieser Erkrankung. Insbesondere die
Lunge und der Darmtrakt werden bei der Mukoviszidose geschädigt. Grund für die Organschädigungen sind Fehlregulationen im Zellstoffwechsel. Die Mineralstoffe Chlor und Natrium gelangen nicht mehr in die Zelle, da das verantwortliche Eiweiß – gesteuert vom ‘Mukoviszidose-Gen' – nur mangelhaft arbeitet. Die Folge: Sekrete, die der Körper ausscheidet, ändern ihre Konsistenz und werden zähflüssig. Atemwege sind mit einem zähen Schleim benetzt – ein idealer Nährboden für Krankheitskeime. Schweiß- und Speicheldrüsen sondern mehr Salze als Flüssigkeit ab. Die Erkrankung lässt sich immer noch nicht ursächlich behandeln. Dennoch ist die Lebenserwartung von Mukoviszidose-Patienten in den letzten Jahren drastisch angestiegen. Während vor circa 20 Jahren die Patienten kaum über das Kindesalter hinauskamen, erreichen heute Mukoviszidose-Kranke unter optimaler Behandlung im Normalfall das Erwachsenenalter.