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Krankheitsbild
Morbus Bechterew ist eine Erkrankung des gesamten Organismus, besonders betroffen ist die Wirbelsäule. Bei etwa einem Drittel der Patienten werden auch Hüften und Schultern, Knie und Fußknöchel in Mitleidenschaft gezogen. Morbus Bechterew beginnt meist mit nächtlichen Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule (Kreuzschmerzen), die bis in den Oberschenkel ausstrahlen können. Viele Patienten klagen im Anfangsstadium auch über Nacken-, Gelenk-, Knie- und/oder Fersenschmerzen, über morgendliche Steifigkeit und ein Engegefühl im Brustkorb. Hinzu kommt oft eine Entzündung der Regenbogenhaut des Auges. Die Krankheit verläuft schubweise und individuell recht unterschiedlich. Phasen hoher Krankheitsaktivität – begleitet von starken Schmerzen, Abgeschlagenheit, Gewichtsverlust, blassfahlem Aussehen und gelegentlich auch Fieber – wechseln mit Perioden relativen Wohlbefindens. Zirka 20 % der Patienten leiden unter einer wiederkehrenden Entzündung der Regenbogenhaut des Auges. Seltener wird eine Organbeteiligung von Herz, Lunge, Niere und Leber beobachtet. Erschwert wird der Krankheitsverlauf gelegentlich auch durch entzündliche Darmerkrankungen oder Schuppenflechte (Psoriasis). |
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