Anorexie ist eine lebensbedrohliche Erkrankung. Jedes – vermeintlich verständnisvolle – Dulden der offenkundigen Verhaltensstörung trägt zur Vertiefung der Erkrankung und zur Verschlechterung der Behandlungsaussichten bei.
Während die Lage bei Minderjährigen durch das Sorgerecht der Eltern eindeutig ist, liegt bei erkrankten Erwachsenen eine ethische Konfliktsituation vor: Aus medizinischer Sicht handelt es sich um eine psychische Störung mit einem erheblichen Selbstgefährdungspotential, das im Einzelfall auch eine Zwangsbehandlung rechtfertigt. Andererseits greifen diese Maßnahmen extrem in das persönliche Selbstbestimmungsrecht des Menschen ein und bedürfen daher einer gewichtigen Rechtfertigung.
"Gesundheit A-Z" kann keinesfalls eine ärztliche Beratung ersetzen. Fragen Sie daher bei starken Beschwerden, auffälligen körperlichen Verände- rungen oder vor der Einnahme von Medikamenten unbedingt Ihren Arzt oder Apotheker. Speziell Schwangere und chronisch Kranke müssen bei der Anwendung bestimmter Arzneimittel aufpassen!