Seit Anfang 1998 empfiehlt die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Institutes in Berlin (STIKO) generell die Verwendung eines Totimpfstoffes gegen die Kinderlähmung. Die im Totimpfstoff enthaltenen Impfkeime sind nicht vermehrungsfähig und können somit keine Erkrankung beim Geimpften auslösen. Bei der früher verabreichten Schluckimpfung mit abgeschwächten Polio-Erregern sind in ganz seltenen Fällen (1 auf > 4 Millionen Impfungen) beim Impfling ("Impfpoliomyelitis") oder noch seltener (1 auf > 15 Millionen Impfungen) bie Kontaktpersonen ("Impfkontaktpoliomyelitis") Lähmungen aufgetreten.