Bei manchen Menschen ist der Blutdruck ständig niedrig. Diese Patienten leiden meist unter verminderter Leistungsfähigkeit, Müdigkeit, Antriebsschwäche, Konzentrationsschwäche und kalten Händen und Füßen - häufig sind sie richtige Morgenmuffel. Von niedrigem Blutdruck spricht man, wenn der obere (systolische) Wert bei Frauen unter 100 und bei Männern unter 110 ist. Die Versorgung lebenswichtiger Organe ist erst bei einem oberen
Wert von etwa 70 bis 60 beeinträchtigt . Wenn sich der niedrige Blutdruck dagegen vor allem beim Aufstehen oder beim Wechsel von kalten in warme Räume mit Herzjagen, Schwarzwerden vor Augen oder Schwindel bemerkbar macht, spricht man von orthostatischer Dysregulation. Bei dieser Regulationsstörung fällt der Blutdruck rapide ab, durch Aktivierung des Sympathikus-Nervs und Ausschütten von Adrenalin schlägt das Herz schneller - was aber nicht viel bringt, denn das Herz hat nicht die Zeit, sich zwischen zwei Schlägen mit ausreichend Blut zu füllen, das es in den Kreislauf pumpen kann. Fällt außer dem Blutdruck auch noch die Herzfrequenz stark ab, tritt Bewusstlosigkeit ein.