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"Aufmerksamkeitsstörung mit oder ohne Hyperaktivität und Sozialstörung" kreiert hat. Die Liste der Symptome liest sich wie ein Katalog an Ungezogenheiten der heranwachsenden Generation, über die sich die Älteren nachweislich bereits seit der Antike aufregen. Handelt es sich bei den Kindern, die die Vorlage zu den bekannten literarischen Gestalten wie dem Zappelphilipp, Hans guck in die Luft, Huckleberry Finn oder Pippi Langstrumpf gebildet haben könnten, nun um Erkrankte im medizinischen Sinn? Oder haben wir es mit einer "Modediagnose" zu tun, die vielleicht nur unsere Hilflosigkeit gegenüber der Generation X, Y oder Z widerspiegelt? Nach allem, was wir heute wissen, leidet ein Teil dieser Kinder tatsächlich unter einer echten Verhaltensstörung, die mit Störungen der Wahrnehmung, der Aufmerksamkeit und der Impulsivität einher geht und oft erhebliche Lebensprobleme und Konfliktsituationen zur Folge hat. Diesen Kinder und ihren geplagten Eltern kann mit modernen Therapien geholfen werden. "Aufmerksamkeitsstörung mit oder ohne Hyperaktivität und Sozialstörungen" (Attention deficit disorder syndrom = ADDS) ist der derzeit offizielle internationale Diagnosebegriff. In Deutschland wird häufig der Begriff "Hyperkinetisches Syndrom" (HKS) verwendet. Es existieren zahllose andere, teilweise veraltete, nur Teilaspekte umfassende oder schlicht unzutreffende Bezeichnungen für diese Verhaltensstörung . |
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