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Ursachen/Risikofaktoren
Beim
Herzinfarkt verschließt ein Blutgerinnsel (sog. Thrombus) plötzlich
ein Herzkranzgefäß und unterbricht so die Sauerstoffversorgung
in dem Teil des Herzmuskels, den dieses Gefäß versorgt. Damit
ist der Herzinfarkt eine Komplikation einer Atherosklerose
der Herzkranzgefäße (sog. Kononarsklerose), die den Herzmuskel
mit Blut versorgen.
Wie man heute weiß, bilden sich die Blutgerinnsel allerdings nicht
an den „alten" verkalkten Gefäß-Engstellen, die Angina
pectoris auslösen,
sondern an „jungen" cholesterinreichen Gefäßveränderungen (siehe
auch Cholesterinerhöhung).
Schon ein kleiner Riss in diesen „jungen Plaques" führt schlagartig
zur Anlagerung von Blutplättchen und zur Bildung eines Gerinnsels.
Risikofaktoren für den Herzinfarkt (ebenso wie für die Atherosklerose)
sind: Familiäre Belastung, Geschlecht, Rauchen, erhöhtes Cholesterin,
Bluthochdruck (4- bis 7-faches Risiko) und Zuckerkrankheit (4-
bis 7-faches Risiko). Welche Rolle die Infektion mit dem Bakterium
Chlamydia pneumoniae spielt, ist noch unklar.
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